Praxis

Unter der Überschrift „Praxis“ akzeptieren wir Beiträge von Praktikerinnen und Praktikern aus dem Bereich Hochschuldidaktik und Hochschulentwicklung sowie hochschulbezogene Arbeiten angrenzender Bereiche. Als Praktikerinnen und Praktiker verstehen wir dabei insb. Personen, die in Einheiten des sog. third space beratend und gestaltend tätig sind (z.B. hochschuldidaktische Zentren, Qualitätsmanagement, Bereiche der Universitätsverwaltung). Praxisbeiträge können die Umsetzung einer Maßnahme oder den Umgang mit einem Thema an einer einzelnen Einrichtung in den Mittelpunkt stellen. Sie müssen aber für die Annahme in unserer Zeitschrift auch eine allgemeinere Perspektive auf das jeweilige Thema einnehmen und Bezug auf einschlägige Fachliteratur und -diskussion nehmen (ohne dadurch den Anspruch einer Forschungsarbeit zu erfüllen).


Analyse des praxisorientierten Projektstudiums in dualen Studiengängen im Kontext des Lernformates Forschendes Lernen

Dieser Beitrag beschreibt den Aufbau des praxisorientierten Projektstudiums an der Hochschule Weserbergland, welches, im Rahmen des Forschenden Lernens und vor dem Hintergrund der geänderten beruflichen Anforderungen an Studierende, Fähigkeiten im Bereich des Projektmanagements und der Zusammenarbeit in Projekten vermitteln soll. Er ist eine Bestandsaufnahme nach sieben Jahren erfolgreicher Durchführung. Das Lernformat Projektstudium wurde in dieser Zeit immer wieder anhand studentischer Evaluationen und Rückmeldungen der Projektauftraggebenden verbessert. Aus den drei dualen Studiengängen Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen wählen die Studierenden gemischte Projektgruppen. In diesen nehmen die Studierenden eine Projektrolle ein, nutzen Projektmanagement-Tools und -Methoden und treffen Entscheidungen über ihr Vorgehen. Sie werden dabei von den betreuenden Dozierenden und einem Projekt-Management-Office unterstützt. Die Rückmeldungen zur Qualität der Projektergebnisse und zum Lehrerfolg sind von allen Beteiligten ausgesprochen positiv. Forschendes Lernen an Beispielen aus der Praxis ist also auch an kleinen Fachhochschulen mit nur 500 Studierenden möglich.

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Forschendes Lernen in der Methodenlehre: Eine Diskussion anhand eines Fallbeispiels aus der Gesundheitsförderung

Wissen über quantitative und qualitative Forschungsmethoden sind eine notwendige Bedingung für Lehrveranstaltungen nach dem Prinzip des Forschenden Lernens. Entsprechende Kenntnisse und Fertigkeiten bei den Studierenden werden aber meist vorausgesetzt, nicht vermittelt.

In dem Artikel wird ein Pilotprojekt aus dem Masterstudiengang Gesundheitsförderung und Prävention vorgestellt, bei dem Forschendes Lernen zur Vermittlung qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden eingesetzt wurde. Dies geschah in Zusammenarbeit mi einem externen Praxisakteur und im Rahmen eines konkreten Forschungsprojektes. Mit einer Mixed-Methods Studie wurde die Lebenslage junger Flüchtlinge untersucht.

Im vorliegenden Beitrag werden Desiderate des Forschenden Lernens zusammengefasst. Vor deren Hintergrund und auf Grundlage des eigenen Pilotprojektes werden Gelingensfaktoren, Vorzüge und Schwierigkeiten vorgestellt und diskutiert

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Innovativ, vielseitig und engagiert – Studierende gestalten Studium und Lehre

Mit dem Projekt inSTUDIES, das innerhalb des Verbundprojekts Qualitätspakt Lehre (QPL) gefördert wird, soll Studierenden bereits im Bachelorstudium ermöglicht werden, individuelle Studienprofile auszubilden. Dazu werden in der Hochschule neue Lehr-, Lern- und Beratungsformate erarbeitet, erprobt und evaluiert. Für Studierende gibt es in diesem Rahmen eine eigene Projektlinie und extra Fördermittel, damit sie gute Projektideen zur Verbesserung von Studium und Lehre umsetzen können. Gemäß der Projektskizze soll „durch Bereitstellung gesonderter Mittel für studentische Projekte mit hoher wissenschaftlicher Güte … Studierenden die Möglichkeit gegeben werden, Initiativprojekte anzustoßen, weiterzuentwickeln und campusweit zu kommunizieren“ (Ruhr-Universität Bochum, 2011, S. 17).

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Förderung studentischer Partizipation am Beispiel einer hochschuldidaktischen Tagung

Studierende können relevante und wertvolle Beiträge zu Forschung und Lehre leisten. Die studentische Mitwirkung und Mitgestaltung des Lehrens, Lernens und Forschens sowie der Austausch darüber sind jedoch, anders als in der studentischen Selbstverwaltung, noch lange nicht selbstverständlich. In diesem Artikel wird beschrieben, wie studentische Perspektiven realisiert und Studierende aktiv an Tagungen beteiligt werden können, indem sie dazu angeleitet werden, eigene Beiträge zu entwickeln, zu formulieren und als gleichwertige Teilnehmende zu präsentieren. Zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik e. V. dghd16 an der Ruhr-Universität Bochum wurden zu diesem Zweck zwei studentische Werkstätten konzipiert und durchgeführt, um Studierende bei der Ausarbeitung ihrer Beitragsideen zu unterstützen. Im Folgenden wird das Vorgehen beschrieben und es werden Möglichkeiten zum Transfer aufgezeigt.

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Scholarship of Teaching and Learning“ – Ein nächster Schritt hin zur Professionalisierung von lehrenden Expertinnen und Experten?

Bestens qualifizierte Personen entscheiden sich für das Arbeitsfeld Hochschule, weil sie forschen und lehren wollen. Trotzdem unterrichten sie nicht von Anfang an professionell.

Auf dem Hintergrund eines hochschuldidaktischen Weiterbildungsmodells werden drei Fragen diskutiert: Können mit dem Konstrukt „Lehrkompetenz“ Professionalisierungsangebote begründet werden? Wie kann es in den knappen Kurszeiten gelingen, sowohl an individuellen Unterrichtssequenzen zu arbeiten als auch den Anspruch einer evidenzbasierten und theorieorientierten „guten Lehre“ einzulösen? Könnte ein „Scholarship of Teaching and Learning“ ein nächster Professionalisierungsschritt sein, um den nachhaltigen Diskurs über Lernen und Lehren an der Hochschule weiter zu führen?

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