Praxis

Unter der Überschrift „Praxis“ akzeptieren wir Beiträge von Praktikerinnen und Praktikern aus dem Bereich Hochschuldidaktik und Hochschulentwicklung sowie hochschulbezogene Arbeiten angrenzender Bereiche. Als Praktikerinnen und Praktiker verstehen wir dabei insb. Personen, die in Einheiten des sog. third space beratend und gestaltend tätig sind (z.B. hochschuldidaktische Zentren, Qualitätsmanagement, Bereiche der Universitätsverwaltung). Praxisbeiträge können die Umsetzung einer Maßnahme oder den Umgang mit einem Thema an einer einzelnen Einrichtung in den Mittelpunkt stellen. Sie müssen aber für die Annahme in unserer Zeitschrift auch eine allgemeinere Perspektive auf das jeweilige Thema einnehmen und Bezug auf einschlägige Fachliteratur und -diskussion nehmen (ohne dadurch den Anspruch einer Forschungsarbeit zu erfüllen).


Scholarship of Teaching and Learning“ – Ein nächster Schritt hin zur Professionalisierung von lehrenden Expertinnen und Experten?

Bestens qualifizierte Personen entscheiden sich für das Arbeitsfeld Hochschule, weil sie forschen und lehren wollen. Trotzdem unterrichten sie nicht von Anfang an professionell.

Auf dem Hintergrund eines hochschuldidaktischen Weiterbildungsmodells werden drei Fragen diskutiert: Können mit dem Konstrukt „Lehrkompetenz“ Professionalisierungsangebote begründet werden? Wie kann es in den knappen Kurszeiten gelingen, sowohl an individuellen Unterrichtssequenzen zu arbeiten als auch den Anspruch einer evidenzbasierten und theorieorientierten „guten Lehre“ einzulösen? Könnte ein „Scholarship of Teaching and Learning“ ein nächster Professionalisierungsschritt sein, um den nachhaltigen Diskurs über Lernen und Lehren an der Hochschule weiter zu führen?

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Potenzial von Peer-Mentoring in Lehrveranstaltungen für Studienanfänger_innen

Das dargestellte Pilotprojekt beschreibt die Einbindung von Peer-Mentoring als Grup-penarbeitsform in die Einführungsveranstaltung für Philosophie-Studiengänge. Ziel des Projektes ist es, die Studierenden in der Übergangsphase in das Studium zu begleiten, indem sie neben dem fachlichen Curriculum psychosoziale Unterstützung durch ihre Kommiliton_innen erfahren und studienrelevante Kompetenzen in Ansätzen entwickeln können. Das Peer-Mentoring dient dabei als didaktisches Mittel, um in heterogenen Kleingruppen von den Erfahrungen der Anderen in der Studienein-gangsphase zu lernen. Wie die Evaluation zum Ende des Seminars zeigt, bewerten die Teilnehmenden den Einsatz von Peer-Mentoring innerhalb des Seminars als sehr positiv.

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Karriere durch Lehre (möglich). Hochschuldidaktik als karriereorientierte Personalentwicklung

Im Lübecker hochschulddidaktischen Zertifikatsprogramm, 2014 akkreditiert durch die Deutsche Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd), werden innovative Maßstäbe sowohl für die zukünftige Hochschuldidaktik als auch für die hochschulische Personalentwicklung gesetzt. In diesem Programm wird von einem „Kompetenzansatz“ ausgegangen, der die vorhandenen (berufs-)biografisch erworbenen Lehrkompetenzen aufgreift und diese auf der Grundlage verschiedener Lehrkompetenzmodelle in sechs Lehrkompetenzbereiche differenziert. Die Lehrenden können reflexiv entscheiden, welche Kompetenzen sie weiterentwickeln wollen, sie wählen frei in einem offenen Bausteinangebot und können innerhalb von fünf Jahren verschiedene Lehrzertifikate erwerben. Das umfangreichste „Professionelle Lehrzertifikat III“ ist  dann zusammen mit weiteren Lehraufgaben und strukturellen Voraussetzungen Teil eines neuen in der Planung befindlichen universitären Karriereweges zur fest angestellten Lehrkraft.

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Spielend eine diagnostisch kompetente Lehr-kraft werden – mit der game- und e-learningbasierten, problemorientierten und selbstgesteuerten Lernumgebung GEProS

Dieser Beitrag stellt eine innovative Blended-Learning-Umgebung vor, die Lehrende dabei unterstützt, Lehramtsstudierende alltagsnah und praxisorientiert auf das diagnostische Handeln in der Schule vorzubereiten. Kern der Umgebung ist eine virtuelle Lernumwelt, die das diagnostische Handeln ermöglicht und erfordert. Die Studierenden lernen im Rahmen eines virtuellen Spiels problemorientiert und selbstreguliert anhand von authentischen Falldarstellungen aus der Praxis. Dieses Lernen wird in diesem Beitrag mittels eines konkreten Falls vorgestellt. Ziel ist es, die systematische Vorgehensweise sowie die Beobachtungskompetenz der Studierenden zu schulen, flexibles Anwendungswissen aufzubauen und die Selbstreflexion zu fördern, um damit diagnostisch kompetente Lehrkräfte auszubilden. Diese Ziele sollen in einer Blended-Learning-Umgebung mittels Serious Gaming und problemorientiertem Lernen erreicht werden. Erste Rückmeldungen von Seiten der Studierenden und der Lehrenden nach dem Einsatz in der Lehre ermutigen zur Weiterentwicklung von GEProS. Neben einer großangelegten Evaluationsstudie soll zukünftig auch das Untersuchen von Forschungsfragen sowie das Überprüfen der Lernzielerreichung in GEProS realisiert werden.

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eMentoring an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Seit dem Sommersemester 2013 wurden insgesamt 61 Studierende der Hochschule Ostwestfalen-Lippe zu eMentor*innen ausgebildet. Ihre Aufgabe ist es, den Studienanfänger*innen während der Studieneingangsphase in einem Online-Kurs bei Fragen als Ansprechpartner*innen zur Verfügung zu stehen und ihnen so den Einstieg in das Studium zu erleichtern. Für ihren Einsatz werden die eMentor*innen in einem curricular verankerten Wahlpflichtfach ausgebildet. Die Gestaltung der Ausbildung und des Einsatzes soll in diesem Artikel beschrieben werden, um dann die ersten Evaluationsergebnisse darzustellen und am Ende daraus eine Perspektive für die Weiterentwicklung des eMentoring-Konzepts zu entwickeln.

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