Praxis

Unter der Überschrift „Praxis“ akzeptieren wir Beiträge von Praktikerinnen und Praktikern aus dem Bereich Hochschuldidaktik und Hochschulentwicklung sowie hochschulbezogene Arbeiten angrenzender Bereiche. Als Praktikerinnen und Praktiker verstehen wir dabei insb. Personen, die in Einheiten des sog. third space beratend und gestaltend tätig sind (z.B. hochschuldidaktische Zentren, Qualitätsmanagement, Bereiche der Universitätsverwaltung). Praxisbeiträge können die Umsetzung einer Maßnahme oder den Umgang mit einem Thema an einer einzelnen Einrichtung in den Mittelpunkt stellen. Sie müssen aber für die Annahme in unserer Zeitschrift auch eine allgemeinere Perspektive auf das jeweilige Thema einnehmen und Bezug auf einschlägige Fachliteratur und -diskussion nehmen (ohne dadurch den Anspruch einer Forschungsarbeit zu erfüllen).


Innovativ, vielseitig und engagiert – Studierende gestalten Studium und Lehre

Mit dem Projekt inSTUDIES, das innerhalb des Verbundprojekts Qualitätspakt Lehre (QPL) gefördert wird, soll Studierenden bereits im Bachelorstudium ermöglicht werden, individuelle Studienprofile auszubilden. Dazu werden in der Hochschule neue Lehr-, Lern- und Beratungsformate erarbeitet, erprobt und evaluiert. Für Studierende gibt es in diesem Rahmen eine eigene Projektlinie und extra Fördermittel, damit sie gute Projektideen zur Verbesserung von Studium und Lehre umsetzen können. Gemäß der Projektskizze soll „durch Bereitstellung gesonderter Mittel für studentische Projekte mit hoher wissenschaftlicher Güte … Studierenden die Möglichkeit gegeben werden, Initiativprojekte anzustoßen, weiterzuentwickeln und campusweit zu kommunizieren“ (Ruhr-Universität Bochum, 2011, S. 17).

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Förderung studentischer Partizipation am Beispiel einer hochschuldidaktischen Tagung

Studierende können relevante und wertvolle Beiträge zu Forschung und Lehre leisten. Die studentische Mitwirkung und Mitgestaltung des Lehrens, Lernens und Forschens sowie der Austausch darüber sind jedoch, anders als in der studentischen Selbstverwaltung, noch lange nicht selbstverständlich. In diesem Artikel wird beschrieben, wie studentische Perspektiven realisiert und Studierende aktiv an Tagungen beteiligt werden können, indem sie dazu angeleitet werden, eigene Beiträge zu entwickeln, zu formulieren und als gleichwertige Teilnehmende zu präsentieren. Zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik e. V. dghd16 an der Ruhr-Universität Bochum wurden zu diesem Zweck zwei studentische Werkstätten konzipiert und durchgeführt, um Studierende bei der Ausarbeitung ihrer Beitragsideen zu unterstützen. Im Folgenden wird das Vorgehen beschrieben und es werden Möglichkeiten zum Transfer aufgezeigt.

  die_hochschullehre_2018_Fuechtenhans_etal.pdf (238,0 KiB, 30 Hits)

 

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Scholarship of Teaching and Learning“ – Ein nächster Schritt hin zur Professionalisierung von lehrenden Expertinnen und Experten?

Bestens qualifizierte Personen entscheiden sich für das Arbeitsfeld Hochschule, weil sie forschen und lehren wollen. Trotzdem unterrichten sie nicht von Anfang an professionell.

Auf dem Hintergrund eines hochschuldidaktischen Weiterbildungsmodells werden drei Fragen diskutiert: Können mit dem Konstrukt „Lehrkompetenz“ Professionalisierungsangebote begründet werden? Wie kann es in den knappen Kurszeiten gelingen, sowohl an individuellen Unterrichtssequenzen zu arbeiten als auch den Anspruch einer evidenzbasierten und theorieorientierten „guten Lehre“ einzulösen? Könnte ein „Scholarship of Teaching and Learning“ ein nächster Professionalisierungsschritt sein, um den nachhaltigen Diskurs über Lernen und Lehren an der Hochschule weiter zu führen?

  diehochschullehre_2018_Wyss_SoTL.pdf (269,9 KiB, 32 Hits)

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Potenzial von Peer-Mentoring in Lehrveranstaltungen für Studienanfänger_innen

Das dargestellte Pilotprojekt beschreibt die Einbindung von Peer-Mentoring als Grup-penarbeitsform in die Einführungsveranstaltung für Philosophie-Studiengänge. Ziel des Projektes ist es, die Studierenden in der Übergangsphase in das Studium zu begleiten, indem sie neben dem fachlichen Curriculum psychosoziale Unterstützung durch ihre Kommiliton_innen erfahren und studienrelevante Kompetenzen in Ansätzen entwickeln können. Das Peer-Mentoring dient dabei als didaktisches Mittel, um in heterogenen Kleingruppen von den Erfahrungen der Anderen in der Studienein-gangsphase zu lernen. Wie die Evaluation zum Ende des Seminars zeigt, bewerten die Teilnehmenden den Einsatz von Peer-Mentoring innerhalb des Seminars als sehr positiv.

  die-hochschullehre_2018_Steinhausen_Robaszkiewicz_Peer-Mentoring (255,9 KiB, 137 Hits)

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Karriere durch Lehre (möglich). Hochschuldidaktik als karriereorientierte Personalentwicklung

Im Lübecker hochschulddidaktischen Zertifikatsprogramm, 2014 akkreditiert durch die Deutsche Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd), werden innovative Maßstäbe sowohl für die zukünftige Hochschuldidaktik als auch für die hochschulische Personalentwicklung gesetzt. In diesem Programm wird von einem „Kompetenzansatz“ ausgegangen, der die vorhandenen (berufs-)biografisch erworbenen Lehrkompetenzen aufgreift und diese auf der Grundlage verschiedener Lehrkompetenzmodelle in sechs Lehrkompetenzbereiche differenziert. Die Lehrenden können reflexiv entscheiden, welche Kompetenzen sie weiterentwickeln wollen, sie wählen frei in einem offenen Bausteinangebot und können innerhalb von fünf Jahren verschiedene Lehrzertifikate erwerben. Das umfangreichste „Professionelle Lehrzertifikat III“ ist  dann zusammen mit weiteren Lehraufgaben und strukturellen Voraussetzungen Teil eines neuen in der Planung befindlichen universitären Karriereweges zur fest angestellten Lehrkraft.

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