Praxis

Unter der Überschrift „Praxis“ akzeptieren wir Beiträge von Praktikerinnen und Praktikern aus dem Bereich Hochschuldidaktik und Hochschulentwicklung sowie hochschulbezogene Arbeiten angrenzender Bereiche. Als Praktikerinnen und Praktiker verstehen wir dabei insb. Personen, die in Einheiten des sog. third space beratend und gestaltend tätig sind (z.B. hochschuldidaktische Zentren, Qualitätsmanagement, Bereiche der Universitätsverwaltung). Praxisbeiträge können die Umsetzung einer Maßnahme oder den Umgang mit einem Thema an einer einzelnen Einrichtung in den Mittelpunkt stellen. Sie müssen aber für die Annahme in unserer Zeitschrift auch eine allgemeinere Perspektive auf das jeweilige Thema einnehmen und Bezug auf einschlägige Fachliteratur und -diskussion nehmen (ohne dadurch den Anspruch einer Forschungsarbeit zu erfüllen).


Kritisches Denken als Lernziel: ein Blick aus der hochschuldidaktischen Praxis

Wie können Studierende kritisches Denken lernen und wie können Lehrende den Erwerb dieser Kompetenz unterstützen? Wieso gelingt dies aktuell nicht in dem Maße, wie es wünschenswert wäre?

In dem vorliegenden Beitrag blicken wir aus Perspektive der hochschuldidaktischen Praxis auf das Thema. Unter Rückgriff auf die Diskussionen eines multidisziplinären Workshops, den wir im Rahmen der 48. dghd-Jahrestagung durchgeführt haben, formulieren wir Beobachtungen und Anknüpfungsmöglichkeiten für die weitere Erschließung des Themas. Ziel ist es, seine Komplexität für die Hochschuldidaktik zu konturieren. Nach einer kurzen Einführung zur hochschuldidaktischen Ausgangslage stellen wir im Sinne eines Werkstattberichts von hochschuldidaktisch Tätigen beobachtete Herausforderungen für Lehrende und Studierende in Bezug auf kritisches Denken dar. Wir skizzieren, in welchen Handlungsfeldern Hochschuldidaktik unterstützend aktiv werden kann und formulieren abschließend Desiderate für die Forschung und konzeptionelle Entwicklung.


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Kritisch. Denken. Lernen. Einleitung zum Themenheft

Im engen Dialog zwischen Fachwissenschaft und Hochschuldidaktik, Theorie und Praxis fachbezogene Hochschuldidaktik in und für Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften fundiert sowie anwendungsbezogen zu entwickeln, ist das Anliegen des Vereins HD Text+ e.V. Aus dieser Arbeit ist das vorliegende Themenheft hervorgegangen, das neun fachspezifische und / oder hochschuldidaktische Perspektiven auf kritisches Denken vereint. In den Blick genommen werden individuelle Lernprozesse beim Erlernen und Einüben kritischen Denkens, wissenschaftliche Denk- und Handlungsmuster ebenso wie (implizite) Annahmen über Bildungsziele oder praktische Fragen der Lehrgestaltung.

Die Einleitung skizziert zunächst die Bedeutung des Themas im hochschuldidaktischen Diskurs und vermittelt einen Eindruck zur Entstehung des Themenheftes.

Im folgenden Überblick zu den Beiträgen werden deren konzeptuelle Übereinstimmungen und Komplementaritäten sowohl in Bezug auf den Begriff des kritischen Denkens als auch auf didaktische Herangehensweisen aufgezeigt. Mit deren Verortung  auf den Ebenen hochschuldidaktischen Handelns sowie einem Ausblick werden abschließend Impulse für die weitere Bearbeitung des Themas gegeben.

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Nicht allein mit der Masterarbeit: Der Ansatz Studentische Forschungsgruppen

Studentische Abschlussarbeiten entstehen zumeist in Isolation, d.h. unter ausschließlichem Austausch mit den BetreuerInnen, die zudem in der Regel ihre einzigen Leser sind. Sie profitieren daher nicht von der wissenschaftlichen Community, wie dies z. B. bei Doktorarbeiten auf Nachwuchstagungen der Fall ist. Die fehlende Peer-Beratung einerseits sowie andererseits die Aussicht, nur vom Betreuer gelesen zu werden, können zu motivationalen und fachlichen Problemen führen. Der vorliegende Praxisbeitrag bietet daher eine Peer-Learning-basierte Lösung unter Bezug auf die Prozessorientierte Schreibberatung an: Studierende verfassen in einem Forschungskolloquium zu verschiedenen Aspekten eines vorgegebenen Oberthemas individuell, aber zeitgleich ihre Masterarbeiten. Dabei stehen sie, sowohl mit dem Betreuer als auch untereinander, in einem regelmäßigen Austausch.  Es entstehen fachliche sowie soziale Vorteile der Peer-Beratung, wechselseitige Zitierungen, gefühlte Einbindung in Forschung und Diskussionen, die zum Beispiel mit Forschungsgruppen vergleichbar sind. Das gemeinsame Oberthema erlaubt einen intensiven, auf Fachlichkeit bezogenen Austausch mit dem Resultat einer hohen gefühlten Authentizität beim Verfassen der Masterarbeit.

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Themenheft dghd Köln: Ein hochschuldidaktischer Blick auf die Qualität in der Hochschulentwicklung

Das vorliegende Themenheft widmet sich einem 3.) Ansatz der Qualität als Kultur, der sich auf Prozesse konzentriert, die kontinuierlich optimiert werden und der durch Kommunikation Ergebnisse verbessert. Aus dieser Sicht gibt es keinen zuvor festgelegten Standard, an dem sich Qualität messen lassen würde. Die Prozesse selbst, die – wenn sie verantwortungsvoll befolgt werden – zu qualitativ guten Ergebnissen führen, stehen bei der Qualität als Kultur im Mittelpunkt (Heuchemer et al., 2015, S. 16). Im Sinne einer Gesamtverbesserung optimieren sich Prozesse und Ergebnisse.

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Systematische Verankerung von Forschungskompetenz in das Curriculum – Studiengangentwicklung am Beispiel des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

Zur Gewährleistung eines kontinuierlichen systematischen Kompetenzausbaus durch Forschungsorientierte Lehre (FoL) im gesamten Studienverlauf sowie zur Steigerung der Lehrqualität kann die Hochschuldidaktik einen wesentlichen Beitrag liefern und die Weiterentwicklung der Studiengänge sowie der Lehrveranstaltungen begleiten. Dabei erfolgt die systematische Verankerung von FoL im Studiengang zum einen, indem ein gemeinsames Verständnis von Forschung und FoL im Fach geschaffen wird und zum anderen die Entwicklung von fachlichen wie auch überfachlichen Kompetenzen durch den Studiengang reflektiert wird. Dieser Beitrag thematisiert neben dem Selbstverständnis der Hochschuldidaktik im kontinuierlichen Qualitätsentwicklungsprozess verschiedene Modelle zur curricularen Verankerung von FoL sowie deren fachbezogenen Einsatz am Beispiel der KIT-Fakultät für Maschinenbau.

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