Archiv des ZHW-Almanachs

Von 2010-2014 war der ZHW-Almanach die Online-Zeitschrift des „Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung“ der Universität Hamburg. Zunächst gedacht als Forum für Publikationen der Studierenden des Studiengangs „Master of Higher Education“ und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZHW, wurden hier bald auch Beiträge von Angehörigen anderer Einrichtungen publiziert. Eine enge Kooperation bestand mit der Hochschuldidaktik der Universität Paderborn. Im Almanach-Archiv sind alle veröffentlichten Beiträge weiterhin abrufbar. Dazu gehört auch der Tagungsband zur ersten Veranstaltung der Tagungsreihe „Junges Forum Hochschul- und Mediendidaktik“. Die ISSN-Nummer des ZHW-Almanachs lautet: ISSN 2192-1466


Zwischen Konsistenz und Korrektur – Lehrdispositionen von Lehrenden aus den Kulturwissenschaften

Der Beitrag eröffnet einen Einblick in die Lehre einer ausgewählten kulturwissenschaftlichen Disziplin, in der Lehrende aus unterschiedlichen Fachrichtungen unterrichten. Die Autorin geht der Frage nach, inwiefern Lehrerfahrungen Hochschullehrender aus der eigenen Studienzeit, Lehrerfahrungen als Lehrende sowie hochschuldidaktische Weiterbildungsmaßnahmen die Durchführung von Lehrveranstaltungen nachhaltig prägen. Es werden Methoden, Praktiken, Organisationsformen, aber auch Vorlieben, Einstellungen und Haltungen zur Hochschullehre untersucht. Diese Attribute werden unter dem Konstrukt „Lehrdisposition“ (Egger 2012; Dinsleder 2012) gefasst. Nach einem kurzen Einblick über den Forschungsstand wird das Erkenntnisinteresse präzisiert sowie der empirische Zugang in Erhebung und Auswertung vorgestellt. Die Ergebnisdarstellung erfolgt anhand der Illustration von vier Falldarstellungen. Abschließend erfolgen Konklusion und Abstraktion der Ergebnisse sowie der Hinweis auf Limitationen und Forschungsdesiderate. Die explorative Studie zeigt, dass Lehre in hohem Maß durch die Fachkultur der Disziplin und individuelle Erfahrungen bestimmt wird; darüber hinaus können hochschuldidaktische Weiterbildungen vor allem für Novizen Quellen der Inspiration darstellen.

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Benutzerfreundlichkeit von Lernüberprüfungen – Ein Vergleich von papierbasierten und elektronischen Prüfungen

Lernprüfungen spielen im Lern-/Lehrprozess des Constructive Alignments eine entscheidende Rolle. Dabei besteht die Aufgabe Prüfungen kompetenzorientiert und integrativ in den Lern-/Lehrprozess einzubinden. Die vorliegende Studie stellt einen Vergleich der Benutzerfreundlichkeit von etablierten papierbasierten und aufkommenden elektronischen Prüfungen an. Mit Hilfe einer Befragung von 142 Studierenden und der Berechnung eines Benutzerfreundlichkeitswertes anhand des System Usability Scores (SUS), wird dem elektronischen gegenüber dem papierbasierten Prüfungssystem eine um 8% höher empfundenere Benutzerfreundlichkeit nachgewiesen. Die Benutzerfreundlichkeit wird vor allem durch geschlechtsspezifische Unterschiede und Erfahrungen mit vorherigen Prüfungsformen getrieben. Insbesondere Männer zeigen eine höhere Akzeptanz von elektronischen Prüfungen. Außerdem spielen Technikaffinität und Anzahl der Fachsemester eine Rolle bei der subjektiven Bewertung der Benutzerfreundlichkeit von Lernüberprüfungssystemen.

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Spielst du noch oder lernst du schon? – Spielend lernen in der Vorlesung

In diesem Artikel soll untersucht werden, ob der Einsatz spielerischer Elemente in einer Vorlesung der Wirtschaftsinformatik den Lernprozess der Studierenden positiv beeinflussen kann. In der betrachteten Veranstaltung werden vertiefende mathematische Inhalte des Operations Research vermittelt, die von den Studierenden als sehr abstrakt und anspruchsvoll empfunden werden. Die Spiele sollen dazu dienen, die traditionell eher passiv gehaltene Vorlesung durch aktivierende Methoden aufzulockern und zu unterstützen. Es stellt sich die Frage, ob so die intrinsische Motivation der Studierenden angeregt werden kann, sich mit den komplexen Vorlesungsinhalten zu beschäftigen. Weiterhin soll überprüft werden, ob die Spiele dabei helfen können, den Studierenden zu zeigen, dass es Spaß machen kann, die Vorlesung zu besuchen und sich mit den Inhalten zu befassen. Zudem soll untersucht werden, ob die spielerischen Elemente zusätzlich eine inhaltliche Beschäftigung mit den Fachbegriffen der Vorlesung fördern können. Diese Fragestellungen werden anhand der Spiele „Kofferpacken“, „Wer bin ich?“, „Entwicklung von Tabu-Karten“, „Tabu“ und „Activity“ untersucht. Diese spielerischen Elemente wurden in einigen Vorlesungsterminen und auf den Übungszetteln eingesetzt und inhaltlich auf den behandelten Stoff angepasst. Nach Semesterende wurde der Einsatz der Spiele aus Sicht der Studierenden durch eine Umfrage evaluiert. Die Ergebnisse dieser Umfrage lassen die Vermutung zu, dass die Studierenden den Einsatz der Spiele sowohl als gute Unterstützung bei der Erarbeitung der Lerninhalte empfanden als auch als positive Auflockerung der Vorlesung.

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Wiki-Wonderland? – Eine qualitative Analyse zu Vor- und Nachteilen von Wikis für Lehrende und Studierende

Der folgende Artikel beschäftigt sich mit der Frage nach dem Potential von Wikis im Hochschulunterricht. Mit der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring wird das im Kontext eines kulturwissenschaftlichen Seminars am Institut für Anglistik/Amerikanistik an der Universität Paderborn entstandene Wiki untersucht. Gestützt wird die Analyse des Primärmaterials durch Studierenden-Feedback zum Erstellen des Wikis. Die Wiki-Einträge werden auf inhaltliche, formale, sprachliche und wissenschaftliche Kriterien untersucht und geben Aufschluss über Herangehensweise, Motivation und Einsatz der Studierenden. Die Analyse der Einträge macht deutlich, mit welchen Herausforderungen der Lehrende konfrontiert ist, der Wikis gewinnbringend in den Unterricht integrieren möchte. Daher schließt der Artikel mit einem Katalog aus Fragen, die sich aus der Analyse ergaben und die sowohl als didaktische Orientierung für ein konkret geplantes Wiki-Projekt dienen können, als auch weiterer Erforschung bedürfen.

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Editorial zu Lehr- und Lernpraxis im Fokus 2014 – Reflexions- und Forschungsbeiträge aus der Universität Paderborn

  ZHW-Almanach-Paderborner-Beiträge-2014-01-Kordts-Freudinger_et al.-Editorial (66,6 KiB, 474 Hits)

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