Artikel

Gestaltungsformen effektiver Zusammenarbeit in längerfristigen studentischen Arbeitsgruppen

Die Zusammenarbeit in längerfristigen studentischen Arbeitsgruppen dient idealerweise dazu, das Lernen des Einzelnen anzuregen und die Kompetenzen selbstregulierten Arbeitens zu fördern. Dysfunktionale Arbeitsgruppen hingegen werden vielmehr als ein Hemmnis für das eigene Lernen erlebt. Basierend auf einem sozial-konstruktivistischen Lehr-Lernverständnis wird in diesem Beitrag der Frage nachgegangen, wie die Zusammenarbeit in studentischen Arbeitsgruppen effektiv instruiert werden kann. Das Design des SoTL-Projekts ist ein begründeter Innovationsbericht. Basierend auf theoretischen Reflexionen wurden drei didaktische Instruktionsinnovationselemente bezüglich der Gestaltung effektiver Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen eingesetzt. Die Wirksamkeit dieser Elemente wurde mit einer Online-Erhebung basierend auf der Messung von Unterschiedsanalysen zwischen einer Projekt- und zwei Vergleichsgruppen geprüft. Die Ergebnisse zeigen für die Dauer und Häufigkeit der Gruppentreffen signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen. Dies trifft zumindest in der Tendenz ebenfalls zu für die Indikatoren Zielorientierung, Zusammenhalt und Verantwortungsübernahme, während hinsichtlich der Arbeitsbewältigung keine Unterschiede sichtbar sind. Bezüglich der Wirksamkeit der Instruktionsinnovationselemente lässt sich ein verhalten positives Fazit ziehen.

  diehochschullehre_2018_Kamm_Arbeitsgruppen.pdf (419,2 KiB, 33 Hits)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Analyse des praxisorientierten Projektstudiums in dualen Studiengängen im Kontext des Lernformates Forschendes Lernen

Dieser Beitrag beschreibt den Aufbau des praxisorientierten Projektstudiums an der Hochschule Weserbergland, welches, im Rahmen des Forschenden Lernens und vor dem Hintergrund der geänderten beruflichen Anforderungen an Studierende, Fähigkeiten im Bereich des Projektmanagements und der Zusammenarbeit in Projekten vermitteln soll. Er ist eine Bestandsaufnahme nach sieben Jahren erfolgreicher Durchführung. Das Lernformat Projektstudium wurde in dieser Zeit immer wieder anhand studentischer Evaluationen und Rückmeldungen der Projektauftraggebenden verbessert. Aus den drei dualen Studiengängen Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen wählen die Studierenden gemischte Projektgruppen. In diesen nehmen die Studierenden eine Projektrolle ein, nutzen Projektmanagement-Tools und -Methoden und treffen Entscheidungen über ihr Vorgehen. Sie werden dabei von den betreuenden Dozierenden und einem Projekt-Management-Office unterstützt. Die Rückmeldungen zur Qualität der Projektergebnisse und zum Lehrerfolg sind von allen Beteiligten ausgesprochen positiv. Forschendes Lernen an Beispielen aus der Praxis ist also auch an kleinen Fachhochschulen mit nur 500 Studierenden möglich.

  diehochschullehre_2018_Schulte_etal.pdf (675,6 KiB, 53 Hits)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

„Beobachtung ist immer eine sehr reiche Quelle [für das] Lernen“ – Einstellungen von Studierenden zum Einsatz von Unterrichtsvideo-grafien zur Förderung der professionellen Wahrnehmung kommunikativer Kompetenzen im Englischunterricht

Der vorliegende Beitrag widmet sich der Integration von Unterrichtsvideografien in die universitäre Ausbildung von angehenden Fremdsprachenlehrpersonen. In diesem Zusammenhang erfolgt die Vorstellung einer Studie, die den Einfluss von Unterrichtsvideografien auf die Einstellungen von Studierenden im Hinblick auf das Medium an sich sowie auf deren professionelle Unterrichtswahrnehmung von kommunikativen Kompetenzen im Englischunterricht untersucht. Die Grundlage der Studie bilden Lerntagebücher der Teilnehmenden, die zu fünf Zeitpunkten während des Sommersemesters 2016 eingesammelt wurden. Deren Auswertung zeigt eine insgesamt positive Einstellung zum Videoeinsatz in der Lehre. Allerdings sollte dieser aufgrund der Komplexität des Mediums entsprechend eingeführt und angeleitet sein. Während die meisten Studierenden in der Lage waren, relevante Ausschnitte aus den Videos zu identifizieren und zu interpretieren (vgl. Stufe 2, Gaudin & Charliès, 2015), konnten nur wenige Teilnehmende Konsequenzen für die in den Videoepisoden gezeigten Handlungen reflektieren sowie alternative Szenarien skizzieren.

  diehochschullehre_2018_Kreft_Einsatz_von_Unterrichtsvideos.pdf (183,7 KiB, 38 Hits)

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

„Aber diese verschiedenen Sprachen, die Teil der Klasse waren, wurden nie beachtet.“ – Grundlagen mehrsprachigkeitsdidaktischer Kompetenzen in der Lehramtsausbildung

Der Großteil aller Schülerinnen und Schüler an deutschen Schulen ist heutzutage mehrsprachig – vor allem durch Migrationshintergründe, bilinguale Elternhäuser und schulischen Fremdsprachenunterricht. Die Mehrsprachigkeitsdidaktik versucht das Potenzial dieser mehrsprachigen Kompetenzen für den Unterricht in sprachlichen Fächern zu nutzen. Studien zeigen jedoch, dass Lehrkräfte sprachlicher Fächer hierfür entsprechend aus- oder fortgebildet werden müssen und dies bisher in aller Regel nicht geschieht. An diesem Desiderat setzt der vorliegende Beitrag an, indem er Ergebnisse einer empirischen Studie zu Erfahrungen von Lehramtsstudierenden sprachlicher Fächer mit Mehrsprachigkeitsdidaktik aus ihrem Praxissemester präsentiert. Anschließend stellt er Schlussfolgerungen aus diesen Ergebnissen für die Konzeption eines Seminars zu Mehrsprachigkeitsdidaktik im Lehramtsstudium vor. Das beschriebene Seminarkonzept wurde im WS 16/17 im Rahmen des DaZ-Moduls der Universität zu Köln erstmalig erprobt, um die angehenden Sprachlehrkräfte auf den Einbezug der mehrsprachigen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in ihren Unterricht vorzubereiten.

  diehochschullehre_2018_Bredthauer_Mehrsprachigkeitsdidaktik (266,4 KiB, 38 Hits)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (No Ratings Yet)
Loading...

Forschendes Lernen in der Methodenlehre: Eine Diskussion anhand eines Fallbeispiels aus der Gesundheitsförderung

Wissen über quantitative und qualitative Forschungsmethoden sind eine notwendige Bedingung für Lehrveranstaltungen nach dem Prinzip des Forschenden Lernens. Entsprechende Kenntnisse und Fertigkeiten bei den Studierenden werden aber meist vorausgesetzt, nicht vermittelt.

In dem Artikel wird ein Pilotprojekt aus dem Masterstudiengang Gesundheitsförderung und Prävention vorgestellt, bei dem Forschendes Lernen zur Vermittlung qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden eingesetzt wurde. Dies geschah in Zusammenarbeit mi einem externen Praxisakteur und im Rahmen eines konkreten Forschungsprojektes. Mit einer Mixed-Methods Studie wurde die Lebenslage junger Flüchtlinge untersucht.

Im vorliegenden Beitrag werden Desiderate des Forschenden Lernens zusammengefasst. Vor deren Hintergrund und auf Grundlage des eigenen Pilotprojektes werden Gelingensfaktoren, Vorzüge und Schwierigkeiten vorgestellt und diskutiert

  diehochschullehre_2018_Niederberger_Kahlert_Forschendes_Lernen (500,1 KiB, 58 Hits)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...