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Kompetenzerwerb in Lehr-Lern-Laboren – Eindrücke aus dem Projekt „MaKosi“

Das Streben nach Inklusiver Bildung bringt die Frage mit sich, wie sich die Lehramtsbildung gestalten lässt, um Lehrkräfte angemessen auf die damit verbundenen Herausforderungen vorzubereiten. Einen möglichen Baustein stellen – als exemplarische Ergänzung zu traditionellen Lehrveranstaltungen – Lehr-Lern-Labore als Projektseminare dar, in denen Studierende mit Schülerinnen und Schülern arbeiten und theoretisch erworbenes Professionswissen anwenden und vertiefen. Der Beitrag stellt als Beispiel das Konzept eines Lehr-Lern-Labors im Fach Mathematik vor. Ergebnisse aus den (Selbst-)Evaluationen der Studierenden deuten an, dass sich Lehr-Lern-Labore als Element der Lehramtsbildung bewähren, da sie zu einer im Vergleich zu einem rein theoretischen Wissenserwerb nachhaltigeren Kompetenzentwicklung führen.

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Erfahrungen mit dem Classroom Observation Protocol for Undergraduate STEM (COPUS) in MINT und nicht-MINT Hochschulkursen

An vielen deutschen Hochschulen finden Entwicklungsbestrebungen statt, die Hochschullehre zu verändern. Hierbei ist es ein Ziel, mehr studierendenzentrierte Lehre in die deutschen Hörsäle zu bringen. Diese Bestrebungen und Prozesse benötigen – für eine gezielte und kontinuierliche Entwicklung – Informationen darüber, was tatsächlich im Hörsaal passiert. Das Classroom Oberservation Protocol for Undergraduate STEM (COPUS) ist ein verlässliches Beobachtungswerkzeug, welches solche Informationen liefert und in den USA für MINT-Lehrveranstaltungen eingesetzt wird. Im Rahmen dieses Artikels wird untersucht, inwieweit sich dieser COPUS-Bogen in nicht-MINT-Lehrveranstaltungen nutzen lässt. Dazu wurden Lehrveranstaltungen aus dem MINT und nicht-MINT (nMINT) Bereich mit dem COPUS-Bogen dokumentiert und miteinander verglichen. Weiterhin wurden die Ergebnisse auf ihren Informationsgehalt über das Ausmaß an studierendenzentrierter Lehre untersucht. Die Auswertungen zeigen, dass der Bogen für MINT und nicht-MINT-Lehrveranstaltungen einsetzbar ist und reliable sowie valide Beobachtungsergebnisse darüber liefert, was in den Hörsälen passiert.

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Zwischen den Sprachen. Ein Konzept zur Förderung der fremdsprachlichen Kompetenz von Lehramtsstudierenden im fachdidaktischen Seminar Französisch

Der vorliegende Beitrag widmet sich der Professionalisierung von Französischstudierenden in der Phase der universitären LehrerInnenausbildung. Ausgehend von der berufsqualifizierenden Schlüsselrolle fachdidaktischer Seminare wird ein Lehrkonzept vorgestellt, das auf die Förderung der produktiven Fremdsprachenkompetenz von Studierenden zielt. Die Entwicklung der selbsteingeschätzten Sprachkompetenz wurde dabei semesterbegleitend in einer Studierendenbefragung erhoben. Die Ergebnisse dieser fragebogenbasierten Evaluation zeigen deskriptiv eine positive Entwicklung der produktiven Sprachkompetenz im Seminarverlauf insbesondere in den Bereichen freies Sprechen und Interaktion in der Fremdsprache. Die Ergebnisse plädieren für eine zielsprachenorientierte Seminargestaltung, die auch auf andere Seminarkontexte der Ausbildung von FremdsprachenlehrerInnen übertragen werden kann.

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Diversitätsorientierte Lernumgebung: Heterogene Lernvoraussetzungen für Gruppenarbeit nutzen. Ein wirtschaftsingenieurwissenschaftliches Lehrprojekt an der Universität Duisburg-Essen.

Diversität ist ein viel und weit diskutiertes Themengebiet in Hochschulen. Im Bereich der Lehre wird jedoch häufig die Frage gestellt, wie Diversitätsaspekte konkret berücksichtigt und genutzt werden können. Die Etablierung einer diversitätsorientierten Gruppenarbeit in der Lehre soll zeigen, wie unterschiedliches Vor- und Fachwissen der Studierenden nicht nur integriert, sondern aktiv in der Lehre genutzt werden kann. Konkret bedeutet dies, dass die Studierenden in unterschiedliche Kompetenzgruppen eingeordnet und aus diesen Kompetenzgruppen wiederum Arbeitsgruppen gebildet werden.  Das Ziel ist es, alle Studierenden am Ende der Veranstaltung zu einem annähernd gleichen Wissensniveau zu verhelfen, wenngleich die Grundvoraussetzungen eines jeden Studierenden sehr unterschiedlich sind. Neben den Grundlagen zur Diversität, wird ein Phasenmodel für die Integration der studentischen Diversität (unterschiedliche Lernvoraussetzungen und Wissensstände) in die Lehre beschrieben und dessen Anwendung anhand eines Lehrprojekts an der Universität Duisburg-Essen kritisch bewertet. Es zeigt sich, dass Diversität bereits mit geringem zeitlichen Mehraufwand und einer diversitätsorientierten Gruppenarbeit sinnvoll in die Lehre integriert werden kann, sodass heterogene Lernstände sinnvoll genutzt werden können.

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Individualisiertes Lernen an der Hochschule: Konzeption und Durchführung eines Pilotmoduls

Das Lernen an der Hochschule unterscheidet sich in wesentlichen Aspekten vom Lernen im beruflichen Alltag. Während in der Berufspraxis aufgrund einer bestimmten Aufgabe individuell und situationsspezifisch Kompetenzen aufgebaut werden, werden im traditionellen Unterricht die Lernziele für eine größere Studiengruppe von den Dozierenden vorgegeben. Eine Individualisierung auf fachlicher sowie lernmethodischer Ebene wird in der Regel nicht konkret unterstützt.

In einem Pilotmodul wurde erprobt, inwiefern individualisiertes Lernen in einem Bachelormodul realisiert und unterstützt werden kann. Hierfür wurden mit jedem einzelnen Studierenden individuelle Lernziele vereinbart, welche zu einer vom Studierenden gewünschten Kompetenzerweiterung führen sollten. Die Verantwortung für den Erwerb der neuen Fachkompetenz lag bei den Studierenden, während die Dozierenden das methodische Vorgehen des Lernens unterstützt haben. Hiermit wurde eine Schwerpunktverschiebung vom Lehren zum Lernen und vom Dozierenden zum Lerncoach realisiert. Durch eine Evaluation aus verschiedenen Perspektiven wurde dieses neue Lernsetting quantitativ und qualitativ ausgewertet.

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