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Jedes Medium ist anders: Akzeptanz unterschiedlicher digitaler Medien in der Hochschullehre

Bemühungen zur effektiven und nachhaltigen Implementation von digitalen Medien in der Hochschullehre sind bisher nicht immer geglückt. Ein mögliches Problem könnte sein, dass unterschiedliche Medien bisher nicht differenziert behandelt wurden und der Kenntnisstand zu unspezifisch ist. In der vorliegenden Untersuchung wird daher in einer randomisierten querschnittlichen Fragebogenerhebung an 84 Hochschullehrenden untersucht, inwieweit es bei der Implementation Unterschiede in der Akzeptanz und ihren Einflussfaktoren zwischen verschiedenen Technologien (digitale Medien im Allgemeinen, Interactive Whiteboards, Lernmanagement- und Abstimmungssysteme) gibt. Ziel ist es, differenzierte Handlungsempfehlungen zur Implementation zu entwickeln.

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Forschendes Lernen lernen. Zu den didaktischen und emotionalen Herausforderungen der Integration von Lernen über, für und durch Forschung

Forschendes Lernen gilt als die Königsdisziplin explorativer Lehr-/Lernformen. Obwohl theoretisch-abstrakt hinreichend beschrieben und durch eine Vielzahl praktischer Beispiele dokumentiert, gilt die Umsetzung in der Praxis als schwierig. Im vorliegenden Beitrag wird ein Sieben-Phasen-Modell vorgestellt, das helfen soll, die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis zu überbrücken. Dabei werden die Erscheinungsformen Lernen über Forschung, Lernen für Forschung und Lernen durch Forschung im Rahmen eines didaktischen Modells integriert. Das Konzept wird am betriebswirtschaftlichen Modul Corporate Finance exemplifiziert. Die dabei gewonnenen Erfahrungen werden kritisch reflektiert. Im Ergebnis lassen sich drei zentrale Herausforderungen isolieren: Studierende müssen erstens die Kluft zwischen Rezeption und Produktion überwinden. Dafür ist zweitens die Fähigkeit zur Selbst- und Emotionsregulation erforderlich, die heterogene Studierende in unterschiedlichem Maße mitbringen. Drittens müssen Lehrende ihr Selbstbild zur Disposition stellen, um Studierenden ausreichenden Freiraum für die Entwicklung eigener Forschungskompetenzen zu geben.

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Jahresheft 2017 – die hochschullehre

Der vorliegende Band enthält die im Jahr 2017 in der Online-Zeitschrift die hochschullehre erschienenen Beiträge aus den Rubriken Forschung, Praxis und Praxisforschung (Scholarship of Teaching and Learning). Nicht enthalten sind die „Paderborner Beiträge“, die unter dem Dach der hochschullehre in separater Herausgeberschaft erscheinen.

die hochschullehre wird seit 2014 von einem multidisziplinären Team von Wissenschaftler*innen herausgegeben, um dem wachsenden Bedarf nach Möglichkeiten zur Veröffentlichung hochschuldidaktischer Beiträge entgegenzukommen. Im Jahr 2017 ist unsere Zeitschrift wieder ein ganzes Stück gewachsen. Die große Zahl an Einreichungen ist für uns ein Grund zur Freude, zeigt sie doch, dass sich die bisherige Ausdauer bei der Konzeption und Bearbeitung unseres Zeitschriftenprojekts gelohnt hat und dass wir inzwischen zu einer gefragten Adresse für Online-Publikationen in unserem interdisziplinären Fach geworden sind. Möglich wurde dies nicht zuletzt durch die große Zahl helfender Hände und Köpfe, besonders bei der kritischen Begutachtung der eingereichten Texte. Beiträge in die hochschullehre werden ausschließlich von fachlich ausgewiesenen, promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beurteilt. Das ehrenamtliche Projekt wird vom Engagement der Gutachter*innen, Autor*innen und der Mitglieder des Fördervereins getragen.

Auch Sie können „die hochschullehre“ unterstützen! Informationen zur Mitgliedschaft im Förderverein sowie zu Spenden finden Sie auf hochschullehre.org unter Förderverein oder per E-Mail foerderverein [at] hochschullehre [dot] org.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.

Die Herausgeberinnen und Herausgeber

Dr. Ivo van den Berk (Hochschule Emden-Leer)
Jun.-Prof. Dr. Robert Kordts-Freudinger (Universität Paderborn)
Prof. Dr. Marianne Merkt (Hochschule Magdeburg-Stendal)
Dr. Peter Salden (Ruhr-Universität Bochum)
Dr. Antonia Scholkmann (Universität Hamburg)

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Mythos Praxis um jeden Preis? Die Wurzeln und Modellierung des Lehr-Lern-Labors

Lehr-Lern-Labor-Seminare sind seit vielen Jahren in der Naturwissenschaftsdidaktik und seit kurzem auch in der geisteswissenschaftlichen Didaktik anzutreffende universitäre Seminarkonzepte, die mehrmalige Schüler*innenbesuche an der Universität implementieren.
Diese bewirken auf den ersten Blick eine Erhöhung der Praxisanteile im Lehramtsstudium, die dem Wunsch nach mehr Praxis vieler Studierender entgegenzukommen scheint und dem zu theoretisch anmutenden Lehramtsstudium entgegenwirkt.
Analysiert man die Situation allerdings genauer, so erscheint nicht ein „mehr“ an Praxis, sondern „bessere“ d.h. mit Theorie vernetzte, reflektierte Praxis als wünschenswert für eine moderne, adäquate Lehramtsausbildung in der ersten Phase.
Die Lehr-Lern-Labor-Seminare können eine solche, „bessere“ Praxis bieten, sie müssen allerdings eine Reihe von Kriterien erfüllen. Hierzu zählt nicht nur eine längst überfällig erscheinende Definition und theoretische Modellierung des Lehrformats, sondern auch die explizite Einbettung theoretischer und reflexiver Phasen. Ersteres wird in diesem Beitrag erarbeitet und vorgestellt, letzteres bedarf einer empirischen Prüfung, die auch im Lehr-Lern-Labor-Seminar-Projekt der Freien Universität Berlin vorgenommen wird.

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Digitale Kompetenzen an der Fachhochschule

Die Hochschule Luzern – Wirtschaft bietet praxisorientierte Bachelor- und Master-Studiengänge an. Um den Bedarf an digitalen Kompetenzen der Studierenden zu erhe-ben, wurden qualitative und quantitative Untersuchungen bei den Studierenden, bei den Dozierenden und bei Vertretern aus der Wirtschaft durchgeführt. Ein Vergleich zwischen den drei Anspruchsgruppen zeigt eine große Übereinstimmung. Die als am wichtigsten eingestuften digitalen Kompetenzen sind danach: 1. Arbeitstechniken einsetzen, 2. Infor-mationen suchen und beurteilen, 3. Inhalte mediengerecht aufbereiten, 4. Daten und Strukturen visualisieren. Einzig bei der Einschätzung der Social Media gehen die Ergebnis-se weit auseinander. Die Ergebnisse der Untersuchung fließen in die Weiterentwicklung des Lehrplans ein.

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