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Förderung von Kreativität in studentischen Kleingruppenprojekten in der Informatik – Ein Prototyping-basierter Ansatz

Dieser Artikel erörtert, ob in studentischen Kleingruppenprojekten in der Informatik Kreativität und die Erarbeitung kreativer Ideen explizit gefördert werden kann. Dazu wird ein Seminarkonzept detailliert vorgestellt, welches auf zwei Grundkonzepten der Informatikpraxis beruht: agiles Projektvorgehen und Prototyping. Die Teilnehmenden des Seminars wurden gezielt in einen Kreativitätsprozess geleitet, indem sie für gegebene moderne Technologien (Virtual Reality, Augmented Reality, Drohnen, etc.) neuartige Nutzungsszenarien entwickeln sollten. Um zu evaluieren, ob das Lehrkonzept erfolgreich ist, wird sowohl die produktbezogene als auch die prozessbezogene Kreativität betrachtet. Für die produktbezogene Kreativität werden die von den Teilnehmenden erstellten Projektideen inklusive der benutzten Prototypingtechnik vorgestellt und bewertet. Die Teilnehmenden haben nicht nur eine enorme Breite an Ideen entwickelt (in der Summe ca. 40 bei 16 Teilnehmenden), sondern insbesondere auch acht Ideen im Verlaufe des Seminars sehr konkret weiterentwickelt. Hinsichtlich der prozessbezogenen Kreativität wird das Lehrkonzept durch mehrere Fragebögen eruiert. Die Studierenden sind mit dem Seminar, der Herangehensweise und den Ergebnissen sehr zufrieden, was unter anderem durch die äußerst positive studentische Veranstaltungskritik (u.a. 1,0 für den Gesamteindruck sowie Atmosphäre in der Veranstaltung) und die Auswertung der Evaluationsfragebögen unterstrichen wird. Auch von externen Beobachtern werden die erarbeiteten Ergebnisse und der Einsatz von Prototyping als sehr positiv bewertet.

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Mangelnde Anwesenheit in Vorlesungen: Eine fächerübergreifende Einschätzung von Studierenden in Deutschland

Studierende besuchen Vorlesungen immer seltener. Dabei wirkt sich Absentismus negativ auf die studentischen Prüfungsleistungen aus. Der Frage nach den Gründen und möglichen Einflussfaktoren soll nun in einer repräsentativen und fächerübergreifenden Studie nachgegangen werden. Dazu wurden Daten mittels eines Fragebogens von insgesamt N = 1841 Studierenden an 42 Hochschulen erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass Studierende eine langweilige Gestaltung als entscheidend für ihren Absentismus ansehen. Zudem besuchen Studierende Vorlesungen dann, wenn sie geringere indirekte Kosten vermuten und die Lehrqualität als positiv bewerten. Zwischen der Lehrqualität und lernförderlichen Verhaltensweisen während Vorlesungen stellte sich ein großer Zusammenhang heraus. Die Frage bleibt offen, wie die Qualität der Lehre und Gestaltung von Vorlesungen gesteigert werden kann, wobei einige Ansätze vorgestellt werden sollen.

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Musikpraxis, ohne zu musizieren? Wie Forschendes Lernen in musikwissenschaftlichen Seminaren gelingen kann.

In diesem Artikel werden zwei Lehrveranstaltungen dargestellt, die das Konzept des Forschenden Lernens nutzen, um „deep learning“ zu aktivieren. Die gemeinsame Suche nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mit den Studierenden bildet den Motivationsrahmen. Studierende der Musikwissenschaft versuchen, relevante, ihr Fach betreffende Phänomene, besser zu verstehen. Sie üben dabei die Nutzung von Forschungsinstrumenten genauso wie die Kultivierung einer Haltung. Der Lehrende ist dabei ein Moderator des Forschungs- und Lernprozesses, der die Studierenden begleitet und in die spezifische Fachkultur der Musikwissenschaften einführt.

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Feedback in Team Teaching-Konstellationen. Eine Studie zur Lehrkompetenzentwicklung durch Begegnung anderer Wissensformen

Das Lehren in Team Teaching-Konstellationen kann durch die darin generierten Feedbackinformationen zur akademischen Lehrkompetenzentwicklung beitragen. Um dies zu untersuchen, wurde eine Studie zum wahrgenommenen Feedback in der als Teaching Team realisierten Lehre durchgeführt und die erhobenen Daten hinsichtlich verschiedener Feedbackquellen ausgewertet. Vor dem Hintergrund theoretischer Erkenntnisse zur Lehrkompetenzentwicklung, der Lehre als Teaching Team sowie der Ziele und Wirkungsweisen von Feedbackprozessen werden die Ergebnisse dieser Studie in der vorliegenden Arbeit zusammengefasst und diskutiert. Die Begegnung anderer Vorstellungen über das Lehren und Lernen, so wird argumentiert, ist hierbei von Bedeutung.

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Akademische Integration Geflüchteter: Ergebnisse aus dem Pilotprojekt IpFaH der Hochschule Magdeburg-Stendal

Im Pilotprojekt „Integration politischer Flüchtlinge mit akademischen Hintergründen bzw. Ambitionen (IpFaH)“ der Hochschule Magdeburg-Stendal wurde eine qualitative Untersuchung durchgeführt. Im Zentrum stand die Frage, inwiefern im Rahmen des IpFaH-Pilotprojekts mit seinem Bildungsangebot bestehend aus einem einjährigen DaF-Intensivkurs und komplementären Angeboten die Integration der Zielgruppe in die hiesige akademische Kultur als Vorbereitung auf ein Studium gelingt und wo die Hürden liegen. Dazu wurden leitfadengestützte Gruppeninterviews mit Teilnehmenden zu ihrem Erleben des IpFaH-Bildungsangebots durchgeführt und induktiv ausgewertet. In einer empirischen Teilstudie der Begleitforschung (Eisenächer et al., 2019) war im Vergleich mit Angeboten an anderen deutschen Hochschulen festgestellt worden, dass die formal-organisatorischen Voraussetzungen für das Pilotprojekt gut sind. Die Ergebnisse der qualitativen Hauptstudie schränken dieses Ergebnis ein. Sie zeigen ein differenzierteres Bild teils gelungener, teils nicht gelungener Integrationsprozesse auf. Das methodische Design und die Ergebnisse der qualitativen Hauptstudie werden im Beitrag vorgestellt und das Projekt wird auf sein Transferpotenzial hin diskutiert.

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