Artikel

Didaktische Entwicklung des Co-Teachings Moderationstraining für Geographie-Studierende

Im vorliegenden Artikel wird das Co-Teaching-Lehrkonzept „Moderationstraining für Geographiestudierende“, das in das Pflicht-Praxismodul des Studiengangs im ersten Semester des Masterstudiengangs Wirtschaftsgeographie und Raumentwicklungspolitik (WIREP) integriert wurde, beschrieben. Das Lehrkonzept wurde zunächst in einer Pilotstudie im Wintersemester 2016/17 erprobt und anhand der Ergebnisse weiterentwickelt. In einem zweiten Durchlauf im Wintersemester 2017/18 wurde dieses durchgeführt und evaluiert. Inhalte des Moderationstrainings sind das Lernen und Anwenden von rhetorischen Fertigkeiten wie Fragetechniken, die Auseinandersetzung mit der eigenen Selbst- und Fremdwahrnehmung anhand von Beobachtenden- und Video-Feedback sowie eine fachliche (themenbezogene) und außerfachliche (moderations- und rhetorikbezogene) Rückmeldung der beiden Lehrenden. Ziel war es, dass sich die Studierenden selbstreflektierend Moderations- und Präsentationskompetenzen aneignen, diese anhand von Fachinhalten verknüpfen und somit ihr Wissen erweitern konnten. Die Ergebnisse zeigen, dass das Lehrkonzept im Hinblick auf den Erwerb der Schlüsselqualifikation Moderieren erfolgreich war. Dabei erzielte das an die Ergebnisse angepasste Modul bessere Ergebnisse als das Modul in der Erprobungsphase.

  die_hochschullehre_2019_Nespital_et_al_Moderationstraining.pdf (1,2 MiB, 27 Hits)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Grimms Hänsel & Gretel als Fluchtgeschichte. Dramatische Begegnungen im Fremdsprachen-unterricht

Der vorliegende Beitrag stellt die Inszenierung von Grimms Hänsel & Gretel als Fluchtgeschichte im Fremdsprachenunterricht an der University of Western Australia vor. Durch die Adaption und Aufführung des Märchenstoffes werden Identifikationsmomente geschaffen und interkulturelle Sensibilisierung angeregt. Das hier angewandte Verfahren aus der Dramapädagogik bietet Raum für authentisches Lernen und verbindet praxisbezogene Unterrichts- und Lernkonzepte, mit denen die mündliche Kommunikation und reflexives Sprechen gefördert werden. Der so geschaffene positive Zugang zur Sprache stärkt die kommunikative Kompetenz der Studierenden und verdeutlicht zudem den Mehrwert ästhetischen Lernens.

  die_hochschullehre_2019_Ludewig_Busse (753,7 KiB, 67 Hits)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Einfluss eines ePortfolio-Einsatzes in der Lehre auf Selbstverständnis und Perspektiven der Lehrenden

An der Fakultät Information und Kommunikation der Hochschule der Medien Stuttgart werden drei Schlüsselkompetenzmodule (im Pflichtbereich der Curricula) gemeinsam durch vier Studiengänge genutzt. Teil des Moduls bzw. der Prüfungsleistung in den Modulen ist ein verpflichtendes begleitendes ePortfolio sowie ein das Semes-ter abschließendes Kolloquium. Die Ergebnisse einer qualitativen Befragung involvierter Lehrender legen nahe, dass diese Lehr- und Prüfungsform nicht nur die Haltung bzw. bevorzugte Handlungsstrategien von Studierenden, sondern auch die der Lehrenden beeinflusst. Im Vordergrund steht dabei, dass eine andere Qualität des Austauschs zwischen Lehrenden und Studierenden ermöglicht und die Reflexion der Leh-renden über die eigene Rolle und das Lehrhandeln anregt wird. Dies könnte auch ein Ansatzpunkt für Organisations- und Personalentwicklungsprozesse an Hochschulen sein.

  diehochschullehre_2019-Buhl_et_al_ePortfolio.pdf (270,6 KiB, 83 Hits)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (No Ratings Yet)
Loading...

Förderung von Kreativität in studentischen Kleingruppenprojekten in der Informatik – Ein Prototyping-basierter Ansatz

Dieser Artikel erörtert, ob in studentischen Kleingruppenprojekten in der Informatik Kreativität und die Erarbeitung kreativer Ideen explizit gefördert werden kann. Dazu wird ein Seminarkonzept detailliert vorgestellt, welches auf zwei Grundkonzepten der Informatikpraxis beruht: agiles Projektvorgehen und Prototyping. Die Teilnehmenden des Seminars wurden gezielt in einen Kreativitätsprozess geleitet, indem sie für gegebene moderne Technologien (Virtual Reality, Augmented Reality, Drohnen, etc.) neuartige Nutzungsszenarien entwickeln sollten. Um zu evaluieren, ob das Lehrkonzept erfolgreich ist, wird sowohl die produktbezogene als auch die prozessbezogene Kreativität betrachtet. Für die produktbezogene Kreativität werden die von den Teilnehmenden erstellten Projektideen inklusive der benutzten Prototypingtechnik vorgestellt und bewertet. Die Teilnehmenden haben nicht nur eine enorme Breite an Ideen entwickelt (in der Summe ca. 40 bei 16 Teilnehmenden), sondern insbesondere auch acht Ideen im Verlaufe des Seminars sehr konkret weiterentwickelt. Hinsichtlich der prozessbezogenen Kreativität wird das Lehrkonzept durch mehrere Fragebögen eruiert. Die Studierenden sind mit dem Seminar, der Herangehensweise und den Ergebnissen sehr zufrieden, was unter anderem durch die äußerst positive studentische Veranstaltungskritik (u.a. 1,0 für den Gesamteindruck sowie Atmosphäre in der Veranstaltung) und die Auswertung der Evaluationsfragebögen unterstrichen wird. Auch von externen Beobachtern werden die erarbeiteten Ergebnisse und der Einsatz von Prototyping als sehr positiv bewertet.

  die_hochschullehre_2019_Strothmann.pdf (317,7 KiB, 58 Hits)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Mangelnde Anwesenheit in Vorlesungen: Eine fächerübergreifende Einschätzung von Studierenden in Deutschland

Studierende besuchen Vorlesungen immer seltener. Dabei wirkt sich Absentismus negativ auf die studentischen Prüfungsleistungen aus. Der Frage nach den Gründen und möglichen Einflussfaktoren soll nun in einer repräsentativen und fächerübergreifenden Studie nachgegangen werden. Dazu wurden Daten mittels eines Fragebogens von insgesamt N = 1841 Studierenden an 42 Hochschulen erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass Studierende eine langweilige Gestaltung als entscheidend für ihren Absentismus ansehen. Zudem besuchen Studierende Vorlesungen dann, wenn sie geringere indirekte Kosten vermuten und die Lehrqualität als positiv bewerten. Zwischen der Lehrqualität und lernförderlichen Verhaltensweisen während Vorlesungen stellte sich ein großer Zusammenhang heraus. Die Frage bleibt offen, wie die Qualität der Lehre und Gestaltung von Vorlesungen gesteigert werden kann, wobei einige Ansätze vorgestellt werden sollen.

  die_hochschullehre_Bochmann_etal_Anwesenheit (281,2 KiB, 113 Hits)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...