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Physik-Vorkenntnisse von Studienanfängerinnen und –anfängern in MINT-Fächern

Die Bedeutung mathematischen Vorwissens für einen erfolgreichen Start in ein MINT-Studium ist unumstritten. Einige Studien stellen inzwischen auch einen Zusammenhang zwischen physikalischem Vorwissen und Studienerfolg her. In dieser Studie wurde das Vorwissen der Studienanfänger/innen in den Jahren 2014 bis 2019 mittels eines Eingangstests in einem Vorkurs, der sich an Studienanfänger/innen aller MINT-Studiengänge der Universität Stuttgart richtet, erhoben. So konnte in jedem Jahr eine Stichprobe von 400 bis 600 Studierenden untersucht werden. In unserer Studie zeigt sich ein über den hier untersuchten Zeitraum von sechs Jahren insgesamt schwach sinkendes, über die letzten vier Jahre jedoch wieder ansteigendes durchschnittliches Vorwissen der Studienanfänger/innen. In demselben Zeitraum steigt die Heterogenität des Vorwissens jedoch kontinuierlich leicht an.

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Selbstständiges Lernen an der Hochschule: Diskussion eines computergestützten niedrigschwelligen Förderansatzes

Im Vergleich zur Schule ist das Lernen an der Hochschule durch deutlich größere Freiheitsgrade mit Bezug auf die Gestaltung des eigenen Lernhandelns geprägt. Diese seitens der Institution gegebenen Freiheitsgrade bedürfen aber auch größerer Verantwortung auf Seiten der Lernenden. Basierend auf theoretischen Modellvorstellungen zum Lernen als selbstregulierten Prozess gehen wir davon aus, dass Studierende ihr Lernhandeln im Hinblick auf bestimmte Ziele wie das Bestehen einer Modulabschlussprüfung systematisch verfolgen, indem sie beispielsweise Lehrveranstaltungen gezielt besuchen und diese vor- und nachbereiten. Um Studierende in ihrer Regulation des Lernens zu unterstützen, wurde eine Webanwendung entwickelt, die Studierende anregen soll, veranstaltungsbegleitend ihr gelerntes Wissen zu überprüfen. Ergänzt wird dies durch Feedbackelemente, die eine Reflexion über das eigene Lernhandeln und den eigenen Wissenstand anregen sollen. Neben dem theoretischen Hintergrund soll in diesem Beitrag eine erste computergestützte Umsetzung dieser Ideen dargestellt werden. Darüber hinaus werden formative Evaluationsergebnisse aus der Pilotphase vorgestellt und mit Blick auf die Weiterentwicklung dieses Programms diskutiert.

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Anchored Instruction 2020 – von der Instruktion zur Konstruktion: Kontextbezogenes Lernen im Managementstudium

Lehrende an Hochschulen sind zunehmend gefordert, fachliche, theoriebasierte Inhalte mit klar erkennbarem Praxisbezug zu versehen, um die Studierenden bei der Entwicklung beruflich bedeutsamer Kompetenzen zu fördern, die deutlich über ein reines Fach- und Methodenwissen hinausgehen. Hierzu bietet sich in vielen Fachbereichen die Anwendung von Fallstudien oder Rollenspielen an. Im vorliegenden Beitrag wird ein Modul im Management-Studium vorgestellt und kritisch reflektiert, das eine umfangreiche, über zwölf Wochen fortschreitende Großstudie narrativ in einem herausfordernden Praxiskontext verankert. Die bisherigen Erkenntnisse und Erfahrungen werden umfassend evaluiert und analysiert. Konsequenzen und Empfehlungen hinsichtlich einer möglichen Übertragung des multimedial angelegten Konzeptes auf andere Anwendungsfälle schließen sich an.

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Kommunikation und E-Learning: Bedingungen, Gestaltungsmöglichkeiten und Qualitätssicherung beim Einsatz von Foren in der Hochschullehre

Aufbauend auf pädagogisch-psychologischen Hintergründen zum Lernen durch Kommunikation und aktuellen Forderungen zur Entwicklung von Medienkompetenz wird im Artikel der Einsatz von Foren in der Lehre aus theoretischer und praxisorientierter Perspektive betrachtet. Zunächst werden die Potentiale und Besonderheiten von Foren als asynchrones und schriftliches Kommunikationsformat anhand zentraler lernpsychologischer Theorien und Befunde herausgestellt. Dann werden didaktische Maßnahmen zur Unterstützung einer regelmäßigen Partizipation sowie lernförderlichen transaktiven Kommunikation vorgestellt. Der Fokus wird auf die Rolle von Moderationsprozessen durch Lehrende und Peers sowie auf Möglichkeiten des Einsatzes von Kooperationsskripts als instruktionale Strukturierungshilfe für Argumentations- und Austauschprozesse gelegt. Auf dieser Grundlage werden konkrete didaktische Szenarien und deren Umsetzung im virtuellen Raum abgeleitet und veranschaulicht. Im Anschluss werden Vorschläge gemacht, wie die Wirksamkeit der vorgestellten Maßnahmen anhand von Indikatoren für Partizipation und Lern- und Kompetenzerwerb überprüft und gesichert werden kann. Abschließend werden Implikationen für die praktische Umsetzung und zukünftige Forschungsvorhaben diskutiert.

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Ein Schlüssel zur Förderung mehrsprachiger Kompetenzen im Schulunterricht: Selbsterfahrung in der Lehrkräfteprofessionalisierung

Lange Zeit wurde die hohe Relevanz sprachlicher Kompetenzen für eine erfolgreiche Bildungsbeteiligung in Deutschland übersehen, nun gewinnen diese Aspekte jedoch immer mehr Bedeutung in der Forschung, in der Professionalisierung von Lehrkräften und in der Unterrichtspraxis. Trotz der sprachlichen Vielfalt in den Klassenzimmern sowie der so genannten multilingualen Wende in der Forschung ist die Förderung sprachlicher Kompetenzen im Unterricht noch weitgehend auf die monolinguale Perspektive der Mehrheitssprache Deutsch ausgerichtet. So bleibt ein enormes mehrsprachiges Potenzial unberücksichtigt. Für die Lehrkräfte, die hierbei eine Schlüsselrolle spielen, ist dies vor allem auf die einsprachige Orientierung in der Lehreraus- und -weiterbildung zurückzuführen. Ziel dieses Beitrags ist es, eine Zusammenstellung und Systematisierung von mehrsprachigen Lehransätzen als Gegenstand der universitären Professionalisierung von Lehrkräften vorzunehmen. Dafür werden erprobte Beispiele aus Lehrveranstaltungen der Universität zu Köln verwendet. Insbesondere wird dabei das hochschuldidaktische Kernelement des Selbsterfahrens und des Perspektivwechsels der Lehrkräfte in den Seminaren als Schlüssel für die spätere Umsetzung im eigenen Unterricht herausgearbeitet.

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