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Kritische Ereignisse in der Hochschullehre. Ein Beitrag zur Weiterentwicklung von Diversitäts-kompetenz

Hochschulen stehen zunehmend vor Herausforderungen im Bereich der Weiterentwicklung und Professionalisierung von Lehrkompetenz und -qualität. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Diversifizierung der Studierendenschaft gilt es, diversitätsorientierte Lehre zu fördern.Es gibt bislang jedoch nur wenige Studien über die Einstellungen von Hochschullehrenden zum Umgang mit einer heterogenen Studierendenschaft. Während auf der einen Seite etwa Diskriminierungserfahrungen von Studierenden dokumentiert sind, ist über erlebte kritische Ereignisse aus der Perspektive von Hochschullehrenden noch wenig bekannt; mit diesem Beitrag leisten wir einen Beitrag zur Schließung dieser Lücke. Er stellt 12 qualitativ erhobene kritische Ereignisse, d.h. interkulturelle Konflikte, von Hochschullehrenden ins Zentrum und behandelt anhand dreier dieser narrativ erhobenen Fallgeschichten zentrale Konflikte in Bezug auf Studierendendiversität: Störungen im Unterricht, Diskriminierungserfahrung, Rollenverständnis als Lehrende sowie An- und Abwesenheiten. Daraus werden Handlungsoptionen für Hochschullehrende abgeleitet.

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Design Thinking. Auf dem Weg zu einer umfassenden hochschuldidaktischen Anwenderinnen- und Anwenderorientierung

Dieser konzeptionelle Beitrag skizziert das Potenzial von Design Thinking für die hochschuldidaktische Praxis. Nach einer kurzen Vorstellung der Methode soll die potenzielle Umsetzbarkeit des Einsatzes von Design Thinking in Bezug auf fragliche Punkte aufgezeigt werden: Bei der Diskussion um die Zielebenen des Ansatzes, um die Prototypisierung immaterieller Artefakte sowie um die Möglichkeit der selektiven Anwendung des Ansatzes soll auf persönliche Erfahrungen des Autors zurückgegriffen werden. Ausgehend hiervon wird der Ansatz anhand von konkreten Herausforderungen, denen sich Hochschuldidaktikerinnen und Hochschuldidaktiker gegenübersehen könnten, in den hochschuldidaktischen Anwendungsfeldern „hochschuldidaktische Kurse“, „hochschuldidaktische Beratung“ und „hochschuldidaktische Supervision“ diskutiert. Der Beitrag versteht sich explizit als Ausgangspunkt zu einer Diskussion über die Chancen und Grenzen von Design Thinking im Kontext der hochschuldidaktischen Tätigkeit mit Schwerpunkt auf der Gestaltung von Angeboten für Lehrende.

  die_hochschullehre_2019_Fischer.pdf (233,2 KiB, 68 Hits)

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Die Angebote deutscher Hochschulen für studieninteressierte Geflüchtete – eine empirische Analyse

Im Beitrag werden die Ergebnisse einer empirischen Teilstudie präsentiert, die im Rahmen der Begleitforschung zum Pilotprojekt „Integration politischer Flüchtlinge mit akademischen Hintergründen bzw. Ambitionen (IpFaH)“ der Hochschule Magdeburg-Stendal durchgeführt wurde. Ziel der Teilstudie war es, einen Überblick über das Gesamtangebot deutscher Hochschulen für Geflüchtete zu schaffen, dieses zu systematisieren und das spezifische Angebot der Hochschule Magdeburg-Stendal darin einzuordnen. Die Teilstudie ergänzt die qualitative Hauptstudie der Begleitforschung, bei der die Untersuchung des Bildungsangebots IpFaH zur Vorbereitung auf ein Studium in Deutschland aus der subjektiven Perspektive der Teilnehmenden im Vordergrund steht. Die Ergebnisse der vorliegenden Teilstudie sind auf vergleichbare Bildungsangebote anderer deutscher Hochschulen übertragbar.Die Studie umfasst 54 Hochschulen, die zum Ende des Wintersemesters 2015/16 ein Bildungsangebot für studieninteressierte Geflüchtete online präsentierten. Über die Internetseiten der Hochschulen wurden 414 Einzelangebote identifiziert und mittels unterschiedlicher Zugänge analysiert. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Hochschule Magdeburg-Stendal mit ihrem Bildungsangebot IpFaH auf der formal-organisatorischen Ebene gute Voraussetzungen für die Vorbereitung studieninteressierter Geflüchteter auf ein Studium schafft.

  die_hochschullehre_2019_Eisenaecher_Merkt_Hajji_Gottschling.pdf (567,2 KiB, 70 Hits)

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Inverted Classroom: Wer profitiert – wer verliert? Die Rolle der Selbstregulationskompetenzen beim Lernen im umgedrehten MINT-Klassenraum

Das Inverted Classroom Model (ICM) wird seit 2000 als Lehrformat zunehmend beliebter. ICM dreht die traditionelle Vorlesung um: Was bisher in-class präsentiert wurde, wird nun über Videos, Texte u.a. in eine Pre-Class-Selbststudiumsphase ausgelagert, während im Präsenzunterricht aktives Lernen z. B. durch Übungen stattfindet. Im MINT-Bereich kann das Lernen im ICM zu besseren Leistungen als im traditionellen Format führen. Allerdings gilt dies unter der Voraussetzung der regelmäßigen aktiven Vorbereitung und Teilnahme an der Präsenzphase. Da an deutschen Hochschulen i.d.R. keine Anwesenheitspflicht in Veranstaltungen besteht, müssen Studierende selbst entscheiden, wie sie ein solches Format nutzen. Sie benötigen hohe Selbstregulationskompetenzen, um eigenverantwortlich im ICM mitarbeiten zu können. Anhand eines ICM-Beispiels zur Theoretischen Informatik sowie aktuellen Studien zu Selbstregulationskompetenzen und Scaffolding im ICM werden offene Forschungsfragen und Praxisimplikationen dargestellt.

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Entwicklung professioneller Lehrkompetenzen und Lehrpersönlichkeit. Eine additive Praxisphase der Universität Paderborn

Die beschriebene Forschung untersucht die Entwicklung professioneller Lehrkompetenzen und Lehrpersönlichkeit (EpLL) von Absolvent*innen des Projektes Vielfalt stärken – Sprachförderung für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache. Anhand von Interviewaussagen Lehramtsstudierender wird die Entwicklung professioneller Lehrkompetenzen sowie der Lehrpersönlichkeit ermittelt. Die Oberkategorien zur allgemeinen Lehrkompetenz, spezifisch zur individuellen Sprachförderung sowie zur Lehrpersönlichkeit, werden den Unterkategorien Wissen, Fähigkeiten und Einstellungen sowie Lernfeldern zugewiesen. Die Absolvent*innen beschreiben ihre professionelle Entwicklung in dem Projekt durchgehend positiv. Besonders werden Fortschritte in den Fähigkeiten wahrgenommen, individuell zu fördern, Sprachentwicklung zu diagnostizieren sowie Unterricht zu planen und durchzuführen. Bezüglich ihrer Lehrpersönlichkeit fühlen sie sich sicherer in ihrer Rolle als Lehrperson, erkennen diese als langfristige Entwicklungsaufgabe und haben eine positive Einstellung gegenüber dem zukünftigen Berufsfeld. Schule und Begleitseminar nehmen gleich häufig das meist genannte Lernfeld ein, die Theorie-Praxis-Verzahnung wird seltener genannt. Zusammengenommen bestätigt die Forschung die Relevanz intensiv betreuter, studienbegleitender Praxiselemente mit einem hohen eigenaktiven Lehranteil als förderlich für die selbst-eingeschätzte Professionalisierung in schulpraktischen Kompetenzen und der Lehrpersönlichkeit.

  diehochschullehre_2019_diederichs_Vielfaltstaerken-Lehrkompetenzen.pdf (339,9 KiB, 40 Hits)

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