Forschung

Für die Rubrik „Forschung“ akzeptieren wir Beiträge von Forscherinnen und Forschern aus dem Bereich Hochschuldidaktik und Hochschulentwicklung wie auch Arbeiten aus anderen Fachgebieten, die für Fragen der Hochschullehre relevant sind. Die Texte müssen eine empirische oder theoretische Fragestellung bearbeiten.


Bridging the gap. Research as a practice to link higher education research and educational development

Research into higher education has gained momentum over the last two decades. Higher education research results, however, are often not sufficiently integrated in educational development processes. Also, vice versa, educational development’s knowledge and experience tends to be not extensively considered in the design of new research projects. The following paper argues that the phenomenon of a mutual alienness between higher education research and educational development can be explained by three system-specific challenges: Firstly, higher education constitutes itself at multiple levels and across multiple academic disciplines and hence is researched by different academic disciplines; secondly, higher education research fluctuates between being either descriptive or activating and consequently suffers from either lack of practical relevance or methodological rigor; thirdly, higher education research and educational development belong to different organisational sub-systems, i. e. the knowledge-producing and the organisation developing system. As one possible way to overcome these challenges, research as a common practice between the systems is advocated.

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Einstellung von Lehrenden zum Selbststudium

Bisher wurde bei der Erforschung des Selbststudiums einseitig die Sicht der Studierenden fokussiert, wobei Fragen zur Zeiteinteilung, zum bevorzugten Lernort oder zur Betreuung durch Lehrende im Vordergrund standen.

Hingegen unklar ist die Sicht der Lehrenden auf das Selbststudium bzw. die damit zusammenhängende Einstellung. Im vorliegenden Artikel wird eine explorative Studie vorgestellt, in deren Rahmen zehn Lehrende an Universitäten und Pädagogischen Hochschulen in Deutschland zu ihrer Einstellung bezüglich des begleitenden Selbststudiums befragt wurden. Gegenstand der Untersuchung waren hierbei die kognitive und affektive Einstellung der Lehrenden zum Selbststudium und deren Auswirkung auf das Verhalten (Gestaltung/Unterstützung des begleiteten Selbststudiums).

Die Ergebnisse weisen auf ein breites Einstellungsspektrum hin, das sich sowohl in den kognitiven und affektiven Komponenten widerspiegelt als auch in den von den Interviewten beschriebenen Unterstützungsmaßnahmen. Die Studie greift damit einen Aspekt des Selbststudiums auf, der bisher noch wenig erforscht ist, und sie kann dazu anregen, die eigene professionelle Kompetenz zu reflektieren.

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Testtheoretische Überprüfung eines Fragebogens zu Kompetenzen der Selbst- und Studienorganisation und lernrelevanten Emotionen bei Studierenden

In dem vorliegenden Beitrag geht es um die testtheoretische Überprüfung eines Erhebungsinstruments zur Messung studentischer Kompetenzen und lernrelevanter Emotionen. Das Instrument wurde im Rahmen einer Längsschnittstudie entwickelt, die sich mit dem Thema der Wirksamkeit fachübergreifender Förderangebote zur Verbesserung der Studierfähigkeit auseinandersetzt und an der Universität Kassel am Institut für Psychologie läuft. Zentrales Erhebungsinstrument der Studie ist ein Online-Fragebogen, den die Studierenden sowohl vor als auch zwei Monate nach einem entsprechenden Kursbesuch ausfüllen. Im Fokus des Beitrags steht die testtheoretische Überprüfung des Erhebungsinstruments auf Grundlage der Daten aus einem Pretest (N = 103 Studierende). Im hier vorgestellten Beitrag geht es zunächst um den Zusammenhang zwischen Kompetenzen zur Selbst- und Studienorganisation und lernrelevanten Emotionen.

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Kompetenzorientierung auf dem Prüfstand. Erprobung von Indikatoren für den Kulturwandel

Der Beitrag fokussiert die Frage nach dem Stand des durch die Bologna-Reform angestoßenen Kulturwandels im Hinblick auf Kompetenzorientierung am Beispiel der Technischen Universität Hamburg (TUHH). An der TUHH wird bereits seit einigen Jahren daran gearbeitet, die Lehre grundlegend neu auszurichten. Hierfür setzt das hochschuldidaktische „Zentrum für Lehre und Lernen“ (ZLL) verschiedene Maßnahmen ein, wie z.B. eine finanzielle und didaktische Unterstützung von Lehrenden bei der Umstellung ihrer Veranstaltungen, Weiterqualifizierungsangebote und Informationsmaterial. Die Maßnahmen ebenso wie die innovierten Veranstaltungen werden von Lehrenden und Studierenden gut evaluiert. Nach dem Ansatz des Constructive Alignments lässt sich jedoch davon ausgehen, dass der Bereich der Prüfungen für eine Einschätzung des Status Quo der Kompetenzorientierung besonders relevant ist. Dieser wird deshalb anhand der beiden Kriterien Prüfungsformate und Schwierigkeitsstufen von Prüfungsaufgaben näher beleuchtet, die eng mit der Kompetenzorientierung zusammen hängen. Ergebnisse hierzu aus einer universitätsweiten Datenbank zur Studienorganisation sowie aus einer Online-Umfrage unter Studierenden weisen darauf hin, dass das Prüfungsformat „Klausur“ nach wie vor am stärksten verbreitet ist; zugleich sind die Studierenden nach einer Selbsteinschätzung in Prüfungen vorrangig mit Aufgaben auf den Taxonomieniveaus „Wiedergeben“ und „Anwenden“ konfrontiert. Dies lässt sich als Hinweis darauf interpretieren, dass es im Hinblick auf eine Kompetenzorientierung in den Prüfungen noch weiteren Veränderungsbedarf gibt.

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Persönlichkeitsentwicklung als elementares Bildungsziel. Methodische Optionen der Umsetzung und Bewertung im Hochschulbereich

Bildung ist ein Menschenrecht und nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ein Grundrecht. Der Beitrag erläutert, dass Bildung – im Verbund mit fachlicher und methodischer Ausbildung – als Entwicklung von Reflexions- und Handlungskompetenz und somit als Persönlichkeitsbildung zu verstehen ist. Dabei wird Persönlichkeit durch Selbst- und Sozialkompetenzen charakterisiert, die das hochschulische Qualifikationsziel der Persönlichkeitsentwicklung definieren. Diese personalen Kompetenzen werden zu einem begrifflichen Rahmenmodell für Persönlichkeitsentwicklung ausdifferenziert, das exemplarisch Indikatoren, operationalisierbare Lehr-Lern-Prozesse und Qualitätsbewertungsverfahren vorschlägt. Dadurch sollte es möglich werden, Persönlichkeitsentwicklung strukturierter darzustellen und in die hochschuldidaktisch informierte Qualitätsentwicklung von Studium und Lehre zu integrieren. Das Rahmenmodell soll vor allem dazu dienen, die Komplexität des hochschulischen Qualifikationsziels der Persönlichkeitsentwicklung und der dafür relevanten personalen Kompetenzen besser zu verstehen. Das Persönlichkeitskompetenzmodell macht darüber hinaus grundlegende Vorschläge zur konzeptionellen und operationalen Integration von Persönlichkeitsentwicklung in Hochschullehre und Qualitätsentwicklung.

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