Praxisforschung

Forschen über eigene Lehre

Unter der Überschrift „Praxisforschung“ akzeptieren wir Beiträge von Lehrenden, die ihre Hochschullehre selbst forschend reflektieren und hinterfragen (sog. Scholarship of Teaching and Learning). Wir erwarten die Bearbeitung einer lehr-lernbezogenen Fragestellung, die empirisch oder theoretisch anhand des eigenen Unterrichts aufgearbeitet wird, ohne dass dabei die Qualität einer echten Forschungsarbeit erreicht werden muss. Die Beiträge sollten aber auf einschlägige Fachliteratur zurückgreifen.


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Subjektive Theorien zum Lehren und Lernen von Lehramtsstudierenden vor und nach der ersten Fachdidaktik-Lehrveranstaltung

Lehramtsstudierende starten aufgrund ihrer eigenen, biografisch erworbenen Vorerfahrungen mit sehr detaillierten Vorstellungen über das Lehren und Lernen in das Studium. Diese Vorstellungen sind meistens implizit und unreflektiert, haben aber eine handlungsleitende Funktion. Sie beeinflussen das professionelle Handeln der zukünftigen Lehrpersonen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass im Rahmen der Lehramtsausbildung diese subjektiven Vorstellungen expliziert, reflektiert und in theoriebasierte Vorstellungen überführt werden. Der vorliegende Beitrag zeigt eine Möglichkeit, wie die subjektiven Theorien zum Lehren und Lernen von Lehramtsstudierenden im Rahmen einer fachdidaktischen Einführungsveranstaltung aufgegriffen, expliziert, reflektiert und umgesetzt werden können. Darüber hinaus präsentiert er Ergebnisse, wie sich die Vorstellungen vom Lehren und Lernen im Verlauf eines Semesters verändern und diskutiert mögliche Einflussfaktoren.

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Online-Textfeedback mit Unterstützung einer Textographin im Rahmen einer schreibintensiven Lehrveranstaltung

Die Studie untersucht den Einsatz einer Textographin in einer schreibintensiven Lehrveranstaltung. Das von ihr durchgeführte Online-Textfeedback stellt für die Hochschuldidaktik im Rahmen einer fachsensiblen Schreiblehre ein qualitätsverbesserndes Beratungs- und Betreuungskonzept dar. Das regelmäßige Feedback einer geschulten, mit den fachlichen Anfordernissen vertrauten Textographin ermöglicht einen Austausch mit den Studierenden über die wissenschaftlichen Texte. Das Beratungsangebot auf Augenhöhe fördert die Reflexion der Studierenden über ihre Texte sowie über ihren Schreibprozess. Die nach dem Feedback erfolgte Überarbeitung des Textes führt zu einem vertiefenden und nachhaltigen Lernprozess.

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Exkursinhalte in der fachmathematischen Lehramtsausbildung: Wie man das Wesen und die Rolle der Mathematik vermittelt

In dieser Arbeit werden Vorschläge ausgearbeitet, wie man in der Fachmathematikausbildung für Lehramtsstudierende (Gymnasien und Gesamtschulen) das Wesen der
Mathematik und ihre Rolle in der Welt effektiver vermitteln kann. Als Grundlage hierfür wird zuerst reflektiert, was Mathematik als Wissenschaftsdisziplin ausmacht sowie das Wechselspiel der Mathematik mit außermathematischen Problemen diskutiert. Im Anschluss daran wird die Notwendigkeit, das Wesen und die Rolle der Mathematik in der Lehramtsausbildung zu vermitteln, an aktuellen Schullehrplänen sowie durch Ergebnisse aktueller didaktischer Forschung begründet. Als geeignetes Mittel zur Vermittlung dieser Lernziele wird vorgeschlagen, die fachlichen Inhalte der Vorlesungen durch gezielte Exkursinhalte zu ergänzen. Schließlich wird eine konkrete Umsetzung dieser Exkursinhalte im Rahmen einer Vorlesung über Elementargeometrie präsentiert.

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Traditionelle Übungen vs. Gruppenübungen in naturwissenschaftlichen Fächern

Immer häufiger enthalten Modulbeschreibungen in naturwissenschaftlichen Fächern an Hochschulen neben den thematischen Inhalten auch kompetenzorientierte Lernziele. Die traditionelle Konzeptionierung von Lehrveranstaltungen ist oft nicht auf die Vermittlung dieser Lernziele ausgerichtet. Eine konstruktivistisch geprägte Lehre ist deutlich geeigneter, um den Kompetenzerwerb von Studierenden zu fördern. Im Rahmen eines Scholarship of Teaching and Learning Projekts werden in diesem Artikel die Resultate der Einführung von Gruppenübungen in eine Präsenzübung zur Physikalischen Chemie vorgestellt. Es wurde die Akzeptanz der Gruppenübungen von insgesamt 19 Studierenden durch Fragebögen erfasst, die Auswirkungen auf die schriftlichen Prüfungsleistungen und der mittelfristige Lernerfolg mit Hilfe von Interviews. Die Ergebnisse zeigen, dass die Studierenden die Einführung von Gruppenübungen gut annehmen. Es ließ sich jedoch keine signifikante Verbesserung der Prüfungsleistungen oder ein besserer mittelfristiger Lernerfolg feststellen. Es gibt aber Hinweise, dass im Falle der Gruppenübungen der mittelfristige Lernerfolg kleineren Schwankungen unterliegt als bei traditioneller Lehre.

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Vorwort

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