Praxisforschung

Forschen über eigene Lehre

Unter der Überschrift „Praxisforschung“ akzeptieren wir Beiträge von Lehrenden, die ihre Hochschullehre selbst forschend reflektieren und hinterfragen (sog. Scholarship of Teaching and Learning). Wir erwarten die Bearbeitung einer lehr-lernbezogenen Fragestellung, die empirisch oder theoretisch anhand des eigenen Unterrichts aufgearbeitet wird, ohne dass dabei die Qualität einer echten Forschungsarbeit erreicht werden muss. Die Beiträge sollten aber auf einschlägige Fachliteratur zurückgreifen.


Universität Frankfurt (2)
Universität Paderborn (24)

Professionalisierung, Entwicklungsaufgaben, Reflexion, Lehrer_innenbildung, Lehr-Lern-Labor-Seminare,

Der Beitrag beschreibt Konzeption und Einsatz von Kompetenzrastern in Lehrveranstaltungen der Studieneingangsphase vor dem Hintergrund einer höheren Heterogenität Studierender am Beginn des Studiums. Er stellt die Ergebnisse einer quantitativen empirischen Auswertung studentischer Selbsteinschätzungen bezüglich studienerfolgsrelevanter Kompetenzen anhand des eingesetzten Kompetenzrasters dar und diskutiert die Funktion desselben innerhalb des skizzierten Lehrveranstaltungskonzepts. Die empirische Auswertung zeigt eine Erhöhung der Selbsteinschätzung studienerfolgsrelevanter Kompetenzen im Zeitverlauf.

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Verständnisfördernde Lehr-Lernmethoden in den Fächern Wirtschaftsmathematik und Wirtschaftsstatistik durch Anwendung, Visualisierung und Aktivierung

Die Studie untersucht, inwieweit Anwendungen im Studiengang BWL Bachelor das mathematische Verständnis fördern und Lehr-Lernmethoden dabei unterstützend wirken. Da einem großen Teil der Studienanfängerinnen und Studienanfänger die Kompetenz fehlt, ihre mathematischen Kenntnisse flexibel einzusetzen und insbesondere einen betriebswirtschaftlichen Sachverhalt in die mathematische Sprache umzusetzen, wird die Lehre anwendungsorientiert ausgerichtet. Dabei sollen die Anwendungen nicht nur einem fachspezifischen Zweck dienen, sondern auch durch ökonomische Interpretation und Visualisierung das mathematische Verständnis fördern. Die didaktische Umsetzung erfolgt über die „Lehr-Lernmethode nach Leisen“ (2011), wobei die Studierenden durch Lernaktivierung Problemstellungen selbständig bearbeiten. Die Lehrreflexion basierte auf Feedbackprozessen, in denen die Studierenden zum einen über Selbsteinschätzung die Aufgabenstellungen nach Interesse und Verständnis bewerteten und zum anderen die Lehrmethoden beurteilten. Zudem wurden die Klausurergebnisse zur Analyse herangezogen. Da non-kognitive Faktoren wie intrinsische Motivation die Leistungen beeinflussen, ist begleitend untersucht worden, welche wirtschaftsmathematischen Probleme und Themen die Studierenden interessieren.

  diehochschullehre_2019_Bennies_Verständnisfördernde_Lehr_Lernmethoden (358,1 KiB, 47 Hits)

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Das Rollenspiel Olakino in der Studieneingangsphase im Master Gesundheitsfördernde Organisationsentwicklung und seine Effekte

Die Studieneingangsphase im Master steht für das Zusammentreffen verschiedener Bedürfnisse, Erwartungen und Erfahrungen einer heterogenen Gruppe von StudienanfängerInnen. Für diese Studieneingangsphase des Masterstudiengangs Gesundheitsfördernde Organisationsentwicklung an der Hochschule Magdeburg-Stendal ist das Rollenspiel Olakino zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) entwickelt worden, um die Kontaktbereitschaft der Studierenden untereinander und zu den Dozierenden sowie die Lernmotivation zu stärken, sowie auch, um die Wissensentwicklung und Problemlösungskompetenz im Bereich BEM zu fördern. Im Wintersemester 2017/18 ist erstmals das Rollenspiel Olakino durchgeführt worden. 24 Studierende sind mittels eines standardisierten Fragebogens vor und nach dem Durchlauf des Rollenspiels befragt worden. Anhand der Untersuchung konnte festgestellt werden, dass die Lernmotivation, die Kontaktbereitschaft für Interaktionsbeziehungen zu den Dozierenden, die wahrgenommene Problemlösungskompetenz im Bereich BEM, das objektive Wissen sowie das subjektive Wissen der Studierenden zwischen Prä- und Post-Messung signifikant anstiegen. 

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Didaktische Entwicklung des Co-Teachings Moderationstraining für Geographie-Studierende

Im vorliegenden Artikel wird das Co-Teaching-Lehrkonzept „Moderationstraining für Geographiestudierende“, das in das Pflicht-Praxismodul des Studiengangs im ersten Semester des Masterstudiengangs Wirtschaftsgeographie und Raumentwicklungspolitik (WIREP) integriert wurde, beschrieben. Das Lehrkonzept wurde zunächst in einer Pilotstudie im Wintersemester 2016/17 erprobt und anhand der Ergebnisse weiterentwickelt. In einem zweiten Durchlauf im Wintersemester 2017/18 wurde dieses durchgeführt und evaluiert. Inhalte des Moderationstrainings sind das Lernen und Anwenden von rhetorischen Fertigkeiten wie Fragetechniken, die Auseinandersetzung mit der eigenen Selbst- und Fremdwahrnehmung anhand von Beobachtenden- und Video-Feedback sowie eine fachliche (themenbezogene) und außerfachliche (moderations- und rhetorikbezogene) Rückmeldung der beiden Lehrenden. Ziel war es, dass sich die Studierenden selbstreflektierend Moderations- und Präsentationskompetenzen aneignen, diese anhand von Fachinhalten verknüpfen und somit ihr Wissen erweitern konnten. Die Ergebnisse zeigen, dass das Lehrkonzept im Hinblick auf den Erwerb der Schlüsselqualifikation Moderieren erfolgreich war. Dabei erzielte das an die Ergebnisse angepasste Modul bessere Ergebnisse als das Modul in der Erprobungsphase.

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Einfluss eines ePortfolio-Einsatzes in der Lehre auf Selbstverständnis und Perspektiven der Lehrenden

An der Fakultät Information und Kommunikation der Hochschule der Medien Stuttgart werden drei Schlüsselkompetenzmodule (im Pflichtbereich der Curricula) gemeinsam durch vier Studiengänge genutzt. Teil des Moduls bzw. der Prüfungsleistung in den Modulen ist ein verpflichtendes begleitendes ePortfolio sowie ein das Semes-ter abschließendes Kolloquium. Die Ergebnisse einer qualitativen Befragung involvierter Lehrender legen nahe, dass diese Lehr- und Prüfungsform nicht nur die Haltung bzw. bevorzugte Handlungsstrategien von Studierenden, sondern auch die der Lehrenden beeinflusst. Im Vordergrund steht dabei, dass eine andere Qualität des Austauschs zwischen Lehrenden und Studierenden ermöglicht und die Reflexion der Leh-renden über die eigene Rolle und das Lehrhandeln anregt wird. Dies könnte auch ein Ansatzpunkt für Organisations- und Personalentwicklungsprozesse an Hochschulen sein.

  diehochschullehre_2019-Buhl_et_al_ePortfolio.pdf (270,6 KiB, 171 Hits)

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