Archiv von 'April, 2015'

Zusammenhänge von kontinuierlichen Lernanreizen und der Erreichung kompetenzorientierter Lernziele in der Hochschullehre

Kompetenzorientierung in der Lehre soll über ein tieferes Verständnis der Lerninhalte das Erreichen der Lernziele einer Veranstaltung fördern. Auch wenn Veranstaltungen bereits als komplexe Lernanforderungen gestaltet sind, ist häufig zu beobachten, dass einem Teil der Studierenden die Auswahl und Übertragung der bereits behandelten Theorien und Methoden auf Anwendungssituationen nicht vollständig gelingt. Stattdessen findet oft eine oberflächliche Bearbeitung statt, was auf fehlendes tieferes Verständnis der Lerninhalte schließen lässt. Zu wichtigen strukturellen Faktoren, die auf Seiten der Studierenden auf das Erreichen kompetenzorientierter Lernziele wirken, gehört eine kontinuierliche Bereitstellung von Lernanreizen im Sinne komplexer Lernanforderungen. Im Rahmen dieser Studie wurde mittels korrelativer Methoden überprüft, inwieweit das Erreichen der Lernziele mit dem Bereitstellen kontinuierlichen Lernanreizen zusammenhängt und ob eine Veränderung dieser Lernanforderungen im Sinne eines stärkeren constructive alignments die Stärke dieses Zusammenhangs erhöht.

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Zum Einfluss des didaktischen Designs auf das (motivationale) Erleben von Lehrveranstaltungen: Eine quantitative Fallstudie im Rahmen der Methodeneinführung in den Bildungswissenschaften

Im Sinne eines Scholarship of Teaching and Learning wird in diesem Aufsatz die Neugestaltung einer eigenständig durchgeführten Lehrveranstaltung im Bereich der Forschungsmethoden empirisch untersucht. Die neugestaltete Lehrveranstaltung integriert sowohl direkt-instruktionale als auch kooperativ-offene Sitzungsformate und wird mit einer thematisch ähnlichen Lehrveranstaltung des Jahres 2012 verglichen, welche fast ausschließlich im Vorlesungsstil (direkt-instruktional) gehalten wurde. Im Mittelpunkt des Evaluationsvorhabens standen folgende Forschungsfragen: (1) Unterscheiden sich die summativen Evaluationen der Lehrveranstaltungen der Jahre 2012 und 2014 in den Variablen subjektiver Lernerfolg, Motivation zur selbstständigen Auseinandersetzung mit den Inhalten sowie Gesamteindruck des Seminars?, (2) Welchen Einfluss hat die Form der Sitzungsgestaltung (direkt-instruktional vs. kooperativ-offen) auf das Erleben von Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit?, (3) Welche Form der Sitzungsgestaltung wird von den Studierenden stärker akzeptiert? und (4) Welchen Einfluss hat die Form der Sitzungsgestaltung auf den subjektiven Lernerfolg der Studierenden? Empirisch zeigte sich, dass die neugestaltete Lehrveranstaltung des Jahres 2014 von den Studierenden in fast allen Variablen als lernwirksamer eingeschätzt wurde. Des Weiteren ergaben sich Hinweise, dass sich kooperativ-offene Sitzungsformate positiv auf motivationale Ausgangsbedingungen auswirken.

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Ist der Lerneffekt bei der Durchführung von Projektarbeiten in Blockveranstaltungsform größer als bei einer semesterbegleitenden Form? – Ein empirischer Vergleich hinsichtlich der studentischen Veranstaltungskritik

Die Universität Paderborn sieht neben dem Angebot von Vorlesungen und Übungen auch Projektarbeiten als ein mögliches Format vor. Unter Anderem gibt es Block-Veranstaltungen inner- und außerhalb des Semesters und semsterbegleitende Projektarbeiten mit und ohne regelmäßige Gruppentreffen. Mit Hilfe des Feedbacks durch Evaluationsbögen soll verglichen werden, ob der Lerneffekt, also das wiederholende selbstständige Beschäftigen mit einem Thema, bei der Block- oder semesterbegleitenden Form höher ist. Unter Vergleich stehen die Block-Projektarbeit aus dem Wintersemester 2012/13 sowie die semesterbegleitende Projektarbeit aus dem Wintersemester 2013/14 der Veranstaltung Energieversorgungsstrukturen der Zukunft. Aus den nach bestimmten Kriterien zusammengestellten Evaluationsbögen geht hervor, dass die Blockvariante dieser Projektarbeit in den meisten Punkten eine bessere Durchschnittsnote erzielt. Speziell bei den Kriterien Spaß an der Projektarbeit, Qualität der Betreuung und Weiterempfehlungsrate des Projektes ist hier deutlich eine Präferenz erkennbar. Die Punkte Lerneffekt während des Projektes und für die Ingenieurpraxis dagegen sind bei beiden Projektformen ähnlich bewertet.

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Das digitale Dossier im Sprachtandem – Ergebnisse einer empirischen Pilotstudie zum ePortfolio EPOS

Portfolios können in (selbstgesteuerten) Lernkontexten eingesetzt werden und Nutzer dabei unterstützen, ihren Lernprozess selbständig zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Elektronischen Portfolios wird dabei ein Mehrwert gegenüber Printversionen zugesprochen. Das elektronische Sprachenportfolio EPOS1 stellt unter anderem ein digitales Dossier bereit, in dem Lerndokumente (wie Textdokumente oder Audiodateien) gespeichert, mit anderen Personen geteilt und kommentiert werden können. Die vorliegende Pilotstudie liefert Antworten auf die Frage, wie Lernende den Nutzen speziell der digitalen Form des Dossiers einschätzen und inwiefern sie es tatsächlich verwenden. Die Befragung findet im Rahmen des Tandemprogramms am Zentrum für Sprachlehre (ZfS) der Universität Paderborn statt, in dem Studierende im Präsenztandem unter Anleitung und im Austausch mit einem Muttersprachler ihre fremdsprachlichen Kompetenzen verbessern. Die hier gewonnenen Daten zeigen, dass der digitale Mehrwert teilweise geschätzt wird (bspw. für verschiedene Speicherformate), die Nutzung des digitalen Dossiers jedoch auch durch Gesichtspunkte wie Freiwilligkeit, mediale Vorlieben und technische Aspekte eingeschränkt werden kann.

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Vorwort zu Lehr- und Lernpraxis im Fokus – Forschungs- und Reflexionsbeiträge aus der Universität Paderborn

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