Archiv von 'September, 2017'

Die Konstruktion des Raums der Interessenslagen potenzieller Studierender in der Frühpädagogik

Dieser Beitrag bearbeitet zwei ineinander verschränkte Problemstellungen, eine inhaltliche und eine methodische. Zum einen ist ein differenziertes Wissen um die Interessen potenzieller Studierender für die Planung und Gestaltung von Studiengängen unerlässlich. Insbesondere im sich akademisierenden Feld der Frühpädagogik sind damit große Herausforderungen verbunden. Die Heterogenität der Gruppe der Studieninteressierten verweist auf eine Vielfalt an Präferenzen, die von der zeitlichen und räumlichen Studienstruktur bis hin zum Einsatz bestimmter Veranstaltungsmethoden reichen. Zum anderen lassen sich Daten auf der Grundlage von gängigen Analyseverfahren oftmals nicht so aufbrechen, dass die Zusammenhänge dadurch ausreichend erhellt werden könnten. Dementsprechend verfolgt der Artikel eine doppelte Zielsetzung. Erstens sollen die komplexen Interessenslagen der Studierenden erkundet und zweitens die Möglichkeiten eines innovativen geometrischen Analyseverfahrens, der multiplen Korrespondenzanalyse, ausgelotet werden. Da diese sogenannte Geometrische Datenanalyse bisher vergleichsweise selten Anwendung findet, werden die methodologischen Kernpunkte des Ansatzes zunächst ausführlich erläutert, bevor die eigentliche Analyse anhand der Umfragedaten von 489 potenziell Studieninteressierten durchgeführt wird. Im Zuge der Raumkonstruktion werden schließlich die Vorzüge einer geometrischen Modellierung deutlich, die differenziert Rückschlüsse auf die Interessenslagen potenzieller Studierender zulassen. Es wird nicht nur eine starke Differenzlinie entlang präferierter Studienformate sichtbar, sondern auch deren Zusammenhang mit biografischen Hintergründen.

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Taxonomien hochschuldidaktischer Designs und Methoden aus pädagogisch-psychologischer Sicht samt Musterbeispielen aus der aktuellen Forschung

Durch den Qualitätspakt Lehre ist das Interesse an hochschuldidaktischer Forschung in Deutschland seit 2011 stark gestiegen. Aufgrund der Interdisziplinarität der Hochschuldidaktik nutzen empirische Studien unterschiedliche Forschungsansätze. Im deutschsprachigen Raum fehlen den hochschuldidaktisch Forschenden aber oftmals anregende Vorarbeiten an den jeweiligen Hochschulen vor Ort. Dieser Beitrag möchte dem entgegenwirken und breite Möglichkeiten hochschuldidaktischer Forschung aufzeigen. Zur Klassifikation hochschuldidaktischer Studien werden verschiedene Taxonomien samt Beispielen vorgestellt: Die Makro-, Meso- und Mikro-Ebene, Donabedians (1966) Klassifikation in Prozesse, Strukturen und Ergebnisse sowie die Taxonomie in Reaktion, Lernen, Verhalten und Ergebnisse von Kirkpatrick und Kirkpatrick (2006). Forschungsdesigns wie experimentelle Feldstudien werden vorgestellt und bewertet. Abschließend werden klassische Erhebungsmethoden (Beobachtung, Dokumentenanalyse, Fragebogen, Interview und Testverfahren) behandelt und je Methode eine hochschuldidaktische Studie exemplarisch vorgestellt. Nach Möglichkeit wurden von der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik prämierte Arbeiten ausgewählt.

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