Archiv von 'Februar, 2018'

Mythos Praxis um jeden Preis? Die Wurzeln und Modellierung des Lehr-Lern-Labors

Lehr-Lern-Labor-Seminare sind seit vielen Jahren in der Naturwissenschaftsdidaktik und seit kurzem auch in der geisteswissenschaftlichen Didaktik anzutreffende universitäre Seminarkonzepte, die mehrmalige Schüler*innenbesuche an der Universität implementieren.
Diese bewirken auf den ersten Blick eine Erhöhung der Praxisanteile im Lehramtsstudium, die dem Wunsch nach mehr Praxis vieler Studierender entgegenzukommen scheint und dem zu theoretisch anmutenden Lehramtsstudium entgegenwirkt.
Analysiert man die Situation allerdings genauer, so erscheint nicht ein „mehr“ an Praxis, sondern „bessere“ d.h. mit Theorie vernetzte, reflektierte Praxis als wünschenswert für eine moderne, adäquate Lehramtsausbildung in der ersten Phase.
Die Lehr-Lern-Labor-Seminare können eine solche, „bessere“ Praxis bieten, sie müssen allerdings eine Reihe von Kriterien erfüllen. Hierzu zählt nicht nur eine längst überfällig erscheinende Definition und theoretische Modellierung des Lehrformats, sondern auch die explizite Einbettung theoretischer und reflexiver Phasen. Ersteres wird in diesem Beitrag erarbeitet und vorgestellt, letzteres bedarf einer empirischen Prüfung, die auch im Lehr-Lern-Labor-Seminar-Projekt der Freien Universität Berlin vorgenommen wird.

  diehochschullehre_2018_Rehfeldt_Mythos_Praxis.pdf (1,2 MiB, 348 Hits)

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Digitale Kompetenzen an der Fachhochschule

Die Hochschule Luzern – Wirtschaft bietet praxisorientierte Bachelor- und Master-Studiengänge an. Um den Bedarf an digitalen Kompetenzen der Studierenden zu erhe-ben, wurden qualitative und quantitative Untersuchungen bei den Studierenden, bei den Dozierenden und bei Vertretern aus der Wirtschaft durchgeführt. Ein Vergleich zwischen den drei Anspruchsgruppen zeigt eine große Übereinstimmung. Die als am wichtigsten eingestuften digitalen Kompetenzen sind danach: 1. Arbeitstechniken einsetzen, 2. Infor-mationen suchen und beurteilen, 3. Inhalte mediengerecht aufbereiten, 4. Daten und Strukturen visualisieren. Einzig bei der Einschätzung der Social Media gehen die Ergebnis-se weit auseinander. Die Ergebnisse der Untersuchung fließen in die Weiterentwicklung des Lehrplans ein.

  diehochschullehre_2018_Frischherz_et_al-Digitale_Kompetenzen (255,7 KiB, 241 Hits)

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Entwicklung rhetorischer Vortragskompetenzen im Seminar – Ergebnisse einer Pilotstudie

Die vorliegende Studie beinhaltet die Evaluierung eines Seminars, welches das Halten von Referaten thematisiert und in dem die Verbesserung der Vortragsqualität von Studierenden im Vordergrund steht. Im Fokus steht die Wirkung der angewandten Lehrmethoden. Dabei wurden die eigenen Fähigkeiten und Empfindungen der zehn Kursteilnehmenden zu verschiedenen Zeitpunkten im Verlauf des Kurses abgefragt. Des Weiteren wurde die Vortragsqualität der Studierenden anhand eines rhetorischen Kriterienkatalogs beurteilt. Diese Beurteilung erfolgte durch drei Sprechwissenschaft-ler/innen und drei Psychologiestudierende. Die Ergebnisse zeigen eine Verbesserung der Vortragsweise bei den Studierenden in einem Vorher-Nachher-Vergleich und sprechen somit für die Wirksamkeit des Kurskonzeptes.

  die_hochschullehre_2018_Nespital_Rhetorische-Kompetenzen (1,2 MiB, 149 Hits)

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