Archiv von 'Juni, 2018'

Rezension zu „Kompetent Prüfungen gestalten“

In diesem von Julia Gerick, Angela Sommer und Germo Zimmermann herausgegebenen Band werden 53 Prüfungsformate für die Hochschullehre vorgestellt und ihre Anwendbarkeit für die verschiedenen Funktionen der Prüfungen in und für die Hochschullehre erörtert.

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Einsatz von Classroom-Response-Systemen und Peer Instruction in der Veranstaltung Grundlagen von Datenbanken

Die Einbindung von Studierenden durch Zwischenfragen und kleinere Aufgaben in eine Vorlesung mit mehr als 100 Teilnehmern stellt eine Herausforderung dar. Zum Beispiel dürfen Antworten bzw. Lösungen nicht nur einzelnen Studierenden eingebracht werden, da sonst nicht überprüft werden kann, ob ein Großteil der Anwesenden die Inhalte verstanden hat. Dieser Artikel beschreibt die Neugestaltung der Einbindung von Studierenden in eine Informatiklehrveranstaltung. Hierfür wurde ein Katalog an Fragen erstellt, der sich für den Einsatz von Classroom-Response-Systemen eignet. Diese Fragen wurden gezielt so formuliert, dass gängige Fehlannahmen bereits frühzeitig in der Vorlesung erkannt werden können. Darüber hinaus wurde die Methode Peer Instruction angewandt, um zu fördern, dass sich Studierende tiefer mit dem Sachverhalt der Fragen auseinandersetzen und lernen, ihre Antworten gegenüber Mitstudierenden in einer Gruppendiskussion zu begründen. In über 70 % der Fälle führte die Gruppendiskussion bei einer zweiten Abstimmung zu einem um 27 % verbesserten Ergebnis. Der Einsatz von Classroom-Response-Systemen und auch Peer Instruction wirkte sehr aktivierend und wurde von Studierenden als sehr positiv hervorgehoben.

  die_hochschullehre_Wolters_2018.pdf (401,1 KiB, 55 Hits)

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Eine Untersuchung mit Studierenden über den Umgang mit ihrer Zeit

In einem Seminar zu wissenschaftlichen Arbeitstechniken bearbeiteten Studierende u. a. das Thema Zeitmanagement. Ein wesentlicher Schritt zur effizienteren Nutzung der eigenen Zeit bestand dabei darin, sich des eigenen Verhaltens bewusst zu werden. Diese bewusst gewordenen Verhaltensmuster werden persönlichen Zielen gegenübergestellt, woran ein individueller Entscheidungsprozess über das weitere Vorgehen anknüpfte. Die vorliegende Studie bestand im Kern aus einer einwöchigen, intensiven Selbstbeobachtung mit stündlicher Aufzeichnung der Aktivitäten. Die Teilnehmer/-innen bekamen außerdem vor und nach dieser Intervention und noch einmal sieben Wochen später einen standardisierten Fragebogen ausgehändigt, der messen sollte, ob Veränderungen in der Planung, Zielsetzung, Organisation und Zeitnutzung verursacht wurden. Die Auswertung der Daten zeigte zwar eine signifikante Änderung in der Zeitnutzung, jedoch keine in den anderen Bereichen.

  die_hochschullehre_Friederici_2018.pdf (847,7 KiB, 61 Hits)

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Tiefenlernen durch Concept Maps mit Reflexionsanteilen

Ergebnisse neuerer Lernforschung verweisen auf die Bedeutsamkeit des deep level learning im Sinne eines sogenannten Tiefenlernens in der Hochschullehre. Hierzu zählen tiefenorientierte Lernstrategien, die es dem Lernenden u.a. ermöglichen, das neue Wissen an bereits bestehende Strukturen anzuknüpfen und über logische Zusammenhänge nachzudenken. Eine exemplarische Methode, die diese Ziele unterstützt, ist die Concept Map. Auch Methoden, die die reflexive Praxis der Studierenden fokussieren, sind den tiefenorientierten Lernstrategien zuzuordnen. Daran schließt dieses Forschungsprojekt an, indem beide Elemente in Form einer neuen Methode kombiniert werden, um zum einen das Tiefenlernen der Studierenden zu fördern und zum anderen einen Brückenschlag zwischen verschiedenen Seminaren innerhalb eines Moduls herzustellen. Diese neu entwickelte Methode Concept Maps mit Reflexionsanteilen wurde semesterbegleitend von 16 Grundschullehramts-Studierenden des Fachs Sachunterricht erprobt und die so entstandenen Materialien inhaltsanalytisch ausgewertet. Ergebnisse der Studie zeigen, dass tiefenorientiertes Lernen bereits frühzeitig angebahnt werden kann und dass die Studierenden dadurch inhaltliche Verbindungen zwischen den Seminaren erkennen und verstehen.

  die_hochschullehre_Diederich_Mester_2018.pdf (358,8 KiB, 76 Hits)

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Onlinebasierte Peerbegleitung im Kontext des Eignungs- und Orientierungspraktikums im Lehramtsstudium

In der Lehrerbildung stellt eine kontinuierliche Begleitung von Studierenden bei der Reflexion ihrer Beobachtungen und Erfahrungen in den Praxisphasen eine wichtige Herausforderung dar. Um die Kontinuität der Begleitung der Reflexionsprozesse zu steigern, wurde vom Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ) der Universität Paderborn im Wintersemester 2016/17 als Pilotprojekt eine onlinebasierte Peerbegleitung des Eignungs- und Orientierungspraktikums durchgeführt. Das zentrale Ziel des Projekts bestand darin, den individuellen Reflexionsprozess der Studierenden prozessbegleitend und in Orientierung an den Standards des Eignungs- und Orientierungspraktikums zu unterstützen. Dazu wurden Auslandspraktikant*innen im Eignungs- und Orientierungspraktikum von erfahreneren Studierenden in der Reflexion ihrer Beobachtungen und Erfahrungen und der Portfolioarbeit mithilfe der Plattform PANDA, des LernManagementSystems der Universität Paderborn, begleitet. Dieser Artikel stellt das Pilotprojekt und dessen Evaluation vor. Hierzu legen wir konzeptionelle Grundlagen, eine Skizze der Durchführung und die Auswertung des Projektes durch Fragebogenerhebung und qualitative Interviews dar. Zudem wird ein Ausblick gegeben, welche Konsequenzen hieraus für die Durchführung einer onlinebasierten Peerbegleitung in den nächsten Semestern gezogen werden können.

  die_hochschullehre_Gefele_Stolcis_2018.pdf (278,7 KiB, 24 Hits)

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