Archiv von 'September, 2018'

Einfluss von Feedback auf die (Selbst-) Reflexion von Lehramtsstudierenden

In der Literatur herrscht Einigkeit darüber, dass Feedback Lernprozesse grundlegend steuern kann. Dennoch ist dieses an deutschen Hochschulen noch ein zu wenig gezielt zur Kompetenzentwicklung genutztes Instrument, so dass Studierende nur äußerst selten auf institutionalisierte Feedback- und Überarbeitungsangebote zurückgreifen können. Insbesondere für angehende Lehrkräfte sind solche Angebote jedoch zwingend erforderlich, da eine gute Lehrkraft sich nur entwickelt, wenn sie zu sich als Lehrperson und zu ihrem Unterrichten Feedback erhält und sich reflektiert. Der Beitrag evaluiert daher die Umsetzung eines institutionalisierten Feedbackangebots und wertet für eine Stichprobe von 57 Studierenden des Zwei-Fächer-Bachelor Wirtschaftswissenschaften (Schwerpunkt: Berufliche Bildung) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg inhaltsanalytisch verschriftlichte (Selbst‑) Reflexionen aus. Die Studie stellt fest, dass Feedback einen mittelstarken Effekt auf die Entwicklung der (Selbst‑) Reflexionsfähigkeit ausübt und zur Kompetenzentwicklung beiträgt.

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Kompetenzerwerb in Lehr-Lern-Laboren – Eindrücke aus dem Projekt „MaKosi“

Das Streben nach Inklusiver Bildung bringt die Frage mit sich, wie sich die Lehramtsbildung gestalten lässt, um Lehrkräfte angemessen auf die damit verbundenen Herausforderungen vorzubereiten. Einen möglichen Baustein stellen – als exemplarische Ergänzung zu traditionellen Lehrveranstaltungen – Lehr-Lern-Labore als Projektseminare dar, in denen Studierende mit Schülerinnen und Schülern arbeiten und theoretisch erworbenes Professionswissen anwenden und vertiefen. Der Beitrag stellt als Beispiel das Konzept eines Lehr-Lern-Labors im Fach Mathematik vor. Ergebnisse aus den (Selbst-)Evaluationen der Studierenden deuten an, dass sich Lehr-Lern-Labore als Element der Lehramtsbildung bewähren, da sie zu einer im Vergleich zu einem rein theoretischen Wissenserwerb nachhaltigeren Kompetenzentwicklung führen.

  diehochschullehre_2018_Benölken_Mayweg-Paus_Lehr-Lern-Labor (1,1 MiB, 41 Hits)

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Erfahrungen mit dem Classroom Observation Protocol for Undergraduate STEM (COPUS) in MINT und nicht-MINT Hochschulkursen

An vielen deutschen Hochschulen finden Entwicklungsbestrebungen statt, die Hochschullehre zu verändern. Hierbei ist es ein Ziel, mehr studierendenzentrierte Lehre in die deutschen Hörsäle zu bringen. Diese Bestrebungen und Prozesse benötigen – für eine gezielte und kontinuierliche Entwicklung – Informationen darüber, was tatsächlich im Hörsaal passiert. Das Classroom Oberservation Protocol for Undergraduate STEM (COPUS) ist ein verlässliches Beobachtungswerkzeug, welches solche Informationen liefert und in den USA für MINT-Lehrveranstaltungen eingesetzt wird. Im Rahmen dieses Artikels wird untersucht, inwieweit sich dieser COPUS-Bogen in nicht-MINT-Lehrveranstaltungen nutzen lässt. Dazu wurden Lehrveranstaltungen aus dem MINT und nicht-MINT (nMINT) Bereich mit dem COPUS-Bogen dokumentiert und miteinander verglichen. Weiterhin wurden die Ergebnisse auf ihren Informationsgehalt über das Ausmaß an studierendenzentrierter Lehre untersucht. Die Auswertungen zeigen, dass der Bogen für MINT und nicht-MINT-Lehrveranstaltungen einsetzbar ist und reliable sowie valide Beobachtungsergebnisse darüber liefert, was in den Hörsälen passiert.

  diehochschullehre_2018_Wirthgen_et_al_Classroom_oberservation.pdf (373,4 KiB, 38 Hits)

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