Archiv von 'November, 2018'

Die Ausbildung des kreativen Ingenieurs – Analyse von Curricula im Hinblick auf das Lernen von Kreativität

Kreativität ist eine zentrale 21st century skill und damit eine wichtige Kompetenz von Hochschulabsolventinnen und Absolventen. Inwieweit sich Kreativität auch als Lern- und Kompetenzziel in Hochschulcurricula widerspiegelt, ist bislang nicht untersucht. In der vorliegenden Analyse wurden daher die Studien- und Prüfungsordnungen sowie Modulhandbücher ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge (N=52) an baden-württembergischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften einer Dokumentenanalyse unterzogen, um zu prüfen, in welchem Umfang Kreativitätsausbildung Teil des Curriculums ist. Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass die Ausbildung von Kreativität in der untersuchten Stichprobe eine untergeordnete Rolle spielt. So finden sich etwa in 22% der Studiengänge keine Hinweise, dass Kreativität strukturiert gefördert wird.

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Die Überschreitung der Regelstudienzeit an einer deutschen Fachhochschule – eine Ursachenanalyse

In einer an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven durchgeführten Untersuchung haben die Autoren die Ursachen für Überschreitungen der Regelstudienzeit mittels einer empirischen Analyse an dem Fachbereich Management, Information, Technologie und dem Fachbereich Wirtschaft der Hochschule untersucht. Die Studie über die Ursachen beinhaltet eine qualitative und eine quantitative, multivariat durchgeführte Analyse. Die Ergebnisse der quantitativen Analyse bieten einen allgemeinen Einblick auf einige Spezifika der heutigen Studierendengeneration und generelle Ursachen von Verzögerungen im Studienverlauf. In den untersuchten Fachbereichen stellte sich dabei insbesondere heraus, dass die Hochschule kaum Einfluss auf die Verzögerungen im Studienverlauf hat.

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Gestaltungsformen effektiver Zusammenarbeit in längerfristigen studentischen Arbeitsgruppen

Die Zusammenarbeit in längerfristigen studentischen Arbeitsgruppen dient idealerweise dazu, das Lernen des Einzelnen anzuregen und die Kompetenzen selbstregulierten Arbeitens zu fördern. Dysfunktionale Arbeitsgruppen hingegen werden vielmehr als ein Hemmnis für das eigene Lernen erlebt. Basierend auf einem sozial-konstruktivistischen Lehr-Lernverständnis wird in diesem Beitrag der Frage nachgegangen, wie die Zusammenarbeit in studentischen Arbeitsgruppen effektiv instruiert werden kann. Das Design des SoTL-Projekts ist ein begründeter Innovationsbericht. Basierend auf theoretischen Reflexionen wurden drei didaktische Instruktionsinnovationselemente bezüglich der Gestaltung effektiver Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen eingesetzt. Die Wirksamkeit dieser Elemente wurde mit einer Online-Erhebung basierend auf der Messung von Unterschiedsanalysen zwischen einer Projekt- und zwei Vergleichsgruppen geprüft. Die Ergebnisse zeigen für die Dauer und Häufigkeit der Gruppentreffen signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen. Dies trifft zumindest in der Tendenz ebenfalls zu für die Indikatoren Zielorientierung, Zusammenhalt und Verantwortungsübernahme, während hinsichtlich der Arbeitsbewältigung keine Unterschiede sichtbar sind. Bezüglich der Wirksamkeit der Instruktionsinnovationselemente lässt sich ein verhalten positives Fazit ziehen.

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