Archiv von 'November, 2019'

Wirksamkeit eines fächer- und modulübergreifenden ePortfolio-Einsatzes in der Hochschullehre. Einflussfaktoren auf den Kompetenzerwerb

ePortfolios können das Potential besitzen, das Lehren und Lernen in der Hochschullehre zu unterstützen. Um dies zu untersuchen, wurde ein fächer- und modulübergreifender ePortfolio-Einsatz mithilfe einer querschnittlichen Fragebogenerhebung an 250 Studierenden analysiert. Die Studierenden berichteten, dass sich ihre Schreib- und Methodenkompetenz und die Reflexionsfähigkeit nach der Arbeit mit den ePortfolio verbessert haben. Wichtige Faktoren hierfür waren: die bereits vorhandenen Kompetenzen in den jeweiligen Bereichen, die zur Verfügung stehenden Ressourcen, die Motivation vor dem ePortfolio-Einsatz und die prozessbegleitende (Selbst-)Reflexion. Basierend auf diesen Ergebnissen lassen sich potentiell wichtige Unterstützungsbedarfe ableiten, die bei der Implementation von ePortfolios und einem lernförderlichen Einsatz in der Lehre besondere Beachtung finden sollten.

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Jura für Betriebswirtinnen und -wirte: Interdisziplinäres Team Teaching sowie kompetenzorientierte Lehre in einer universitären Großveranstaltung

Hochschuldidaktische Forschung in der Lehre umsetzen: In einem Projekt an der Universität zu Köln wurde dieses Ziel in einer universitären Großveranstaltung umgesetzt. Auf Basis einer wirtschaftspädagogischen Dissertation wurden in der Juravorlesung für Studierende der Betriebswirtschaftslehre beruflich relevante Handlungssituationen zum Ausgangspunkt der Vermittlung rechtlicher Inhalte gemacht, um eine stärkere Kompetenzorientierung zu erreichen. 

Darüber hinaus fand die Vorlesung erstmalig in Form eines interdisziplinären Team Teaching statt, da ein Jurist und eine Wirtschaftswissenschaftlerin gemeinsam die Vorlesung planten, durchführten und evaluierten. Den Studierenden wurden so zwei verschiedene Denk- und Arbeitsweisen vorgestellt, und es wurde interdisziplinäre Teamarbeit vorgelebt.Kompetenzorientierung und „gute Lehre“ im Sinne des Constructive Alignment konnten jedoch nur ansatzweise erreicht werden. Die Rahmenbedingungen der Veranstaltung erschwerten die Umsetzung. Aus hochschuldidaktischer Sicht konnte mit dem Projekt jedoch das wichtige Ziel erreicht werden, Theorie und Praxis enger zu verzahnen. Die positive Erfahrung der Dozentinnen und Dozenten mit dem interdisziplinären Team Teaching kann ebenfalls als Erfolg gewertet werden.

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Rhetorik für Jura-Studierende – ein innovatives Lehrkonzept

Der vorliegende Artikel beschreibt das an der Justus-Liebig-Universität Gießen entwickelte Co-Teaching-Lehrkonzept „Argumentieren im juristischen Kontext“, in dem sprechwissenschaftliche Theorien und Techniken in die juristische Methodenlehre integriert werden. Die Lehrkooperation findet zwischen juristischen Fachlehrenden und einer Sprechwissenschaftlerin statt. Als Lernziele sollen die Studierenden der ersten Semester juristische Kenntnisse erwerben und diese anhand von Argumentier- und Gesprächsführungstechniken anwenden. In der vorliegenden Untersuchung wurde in zwei jeweils 2017 (n = 10) und 2018 (n= 16) durchgeführten Seminaren anhand mehrerer Evaluationsmethoden die Wirksamkeit des Lehrkonzepts untersucht. Dabei wurden die subjektiven rhetorischen Fähigkeiten, mögliche Sprechangstfaktoren sowie Aussagen zur Selbstwirksamkeitserwartung der Studierenden erhoben. Zusätzlich wurde das Lehrkonzept in Bezug auf die Wirksamkeit des Co-Teachings und auf den Lernzuwachs ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen eine Abnahme der Sprechangst sowie eine Verbesserung der rhetorischen Fähigkeiten bei den Studierenden. Des Weiteren wurde das Co-Teaching-Lehrkonzept von den Studierenden insgesamt als Mehrwert beurteilt. Ein Lernzuwachs konnte ebenfalls festgestellt werden.

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Studentische Qualitätsurteile zu Ringvorlesungen. Überlegungen zu Theorie, Modell und Indikatoren.

Evaluationen von Lehrveranstaltungen an Hochschulen sind seit den 1970er Jahren in Deutschland Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen, wobei der Einbezug studentischer Qualitätsurteile im Evaluationsprozess kontroverse Diskussionen erfuhr (Aleamoni, 1994; Gold, 1996; Kromrey, 1994; Marsh, 2007). Insbesondere Heiner Rindermann (1997a, 1997b) konnte deren Bedeutsamkeit für die Hochschulforschung herausarbeiten. Dessen multidimensionales Modell der Lehrqualität (Rindermann, 1999) aufgreifend, verfolgen wir mit diesem Aufsatz zwei Ziele: Erstens soll als Beitrag zur Hochschul- und Evaluationsforschung hinterfragt werden, wie dieses Modell entlang eines bisher unberücksichtigten und dennoch bedeutsamen Veranstaltungstyps mit wechselnden Dozierenden, sog. Ringvorlesungen, genutzt werden kann. Darauf aufbauend stellen wir zweitens das Leipziger Inventar zur Evaluation von Ringvorlesungen (LIER) vor und bewerten dessen Generalisierbarkeit und Validität. Obgleich auf seine Vorläufigkeit und Exemplarität hinzuweisen ist, erhoffen wir uns eine produktive Resonanz im Feld der Lehrevaluation im Hinblick auf die Anwendung, (statistische) Überprüfung und Weiterentwicklung des Inventars.

  diehochschullehre_2019_Herfter_Aust_Ringvorlesungen (333,3 KiB, 48 Hits)

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