Archiv von 'Dezember, 2019'

Kollegiale Beratung als Instrument für die Förderung kritischen Denkens an Hochschulen

Der Artikel geht der Frage nach, welche Rolle Hochschullehrende bei der Förderung kritischen Denkens spielen und wie die Hochschuldidaktik zur Professionalisierung dieser Lehrkompetenz beitragen kann. Das Format der kollegialen Beratung kann hierzu als hilfreiches Instrument dienen. Denn durch Selbstreflexion und Multiperspektivität regt sie die Teilnehmenden dazu, ihre Vorbildfunktion und ihre didaktische Herangehensweise kritisch und systematisch zu hinterfragen.

  die_hochschullehre__2019_Themenheft_KDL_Putori_Kollegiale_Beratung (180,6 KiB, 324 Hits)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (No Ratings Yet)
Loading...

Selbst. Denken. Lehren: Eine Paradoxie praktisch umsetzen

Wenn eine Studentin einer Dozentin mit guten, eigenen Argumenten widerspricht, dann fühlt sich das für die lehrende Person typischerweise ambivalent an: Einerseits zeigt hier eine Studentin kritisches, eigenes Denken, was man als nachhaltige Zielerreichung verbuchen kann. Andererseits wird man akut – noch dazu vor Publikum – in Frage gestellt. Dieses Paradox und weitere bilden hier den Ausgangspunkt um zu zeigen, dass Selbst-Denken zu lehren anders als Inhaltsvermittlung ein Widerspruch in sich ist. Möglich ist es gerade dann, wenn man die Unmöglichkeit akzeptiert. Was zudem hilft, wird u.a. am Beispiel eines Ethik-Curriculums gezeigt.

  die_hochschullehre_Themenheft_KDL_Arn_Selbst_Denken_Lehren (202,7 KiB, 334 Hits)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (No Ratings Yet)
Loading...

Allgemeine Pädagogik als Allgemeine Didaktik. Zur sozialen Praxis der multimodal-polykontexturalen epis-temischen Selbstreflexion

(1) Der Beitrag stellt die strukturtheoretische Frage, woran eigentlich pädagogisch-didaktisches Handeln von sonstigem Handeln differenziert werden kann. (2) Anschließend wird nach den epistemischen Bedingtheiten jeder Zeigeartikulation formal gefragt. Hierfür wird eine Heuristik zur epistemischen Reflexion des Didaktischen entworfen, welche den Bezugsdimensionen der Historisierung, Pragmatisierung und
Soziologisierung besondere Beachtung schenkt. Drei epistemische Aprioris bedürfen dabei der Reflexion: das kognitiv-psychische, das soziale sowie das historisch-diskursive Apriori. Dieses Reflexionsgebot gilt insbesondere für die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, insofern diese oft einen impliziten politischen Bias mitführen (Nassehi, 2019). Problematisch ist hierbei nicht die Normativität bzw. Politizität der Sozialwissenschaft an sich (Horkheimer, 1970 [1937]; Vogel, 2019), sondern dass die Grenze zur Indoktrination und Manipulation – also Fehlformen des Pädagogischen (Strobel-Eisele, 2011) – fließend wird, wenn nicht mit hinreichender Bestimmtheit ausgewiesen wird, von wo aus auf welche Weise etwas artikuliert wird. (3) Schließlich wird das soziale Apriori hervorgehoben und Vorschläge zur didaktischen Operationalisierung sozialer Reflexivität werden angedacht.

  die_hochschullehre_2019_Themenheft_KDL_Dobmeier_Bräunling_Allgemeine_Pädagogik (803,6 KiB, 335 Hits)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Kritisches Denken als Lernziel: ein Blick aus der hochschuldidaktischen Praxis

Wie können Studierende kritisches Denken lernen und wie können Lehrende den Erwerb dieser Kompetenz unterstützen? Wieso gelingt dies aktuell nicht in dem Maße, wie es wünschenswert wäre?

In dem vorliegenden Beitrag blicken wir aus Perspektive der hochschuldidaktischen Praxis auf das Thema. Unter Rückgriff auf die Diskussionen eines multidisziplinären Workshops, den wir im Rahmen der 48. dghd-Jahrestagung durchgeführt haben, formulieren wir Beobachtungen und Anknüpfungsmöglichkeiten für die weitere Erschließung des Themas. Ziel ist es, seine Komplexität für die Hochschuldidaktik zu konturieren. Nach einer kurzen Einführung zur hochschuldidaktischen Ausgangslage stellen wir im Sinne eines Werkstattberichts von hochschuldidaktisch Tätigen beobachtete Herausforderungen für Lehrende und Studierende in Bezug auf kritisches Denken dar. Wir skizzieren, in welchen Handlungsfeldern Hochschuldidaktik unterstützend aktiv werden kann und formulieren abschließend Desiderate für die Forschung und konzeptionelle Entwicklung.


  die_hochschullehre_Themenheft_KDL_Metzger_et_al_Kritisches_Denken_als-Lernziel (237,4 KiB, 206 Hits)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (No Ratings Yet)
Loading...

Zur Förderung kritischen Denkens: Synthese der Ergebnisse einer Metastudie mit den Einsichten aus einem handlungstheoretischen Prozessmodell

In dem Beitrag werden die Ergebnisse einer umfangreichen Metaanalyse von Abrami et al. (2015) zur Förderung von kritischem Denken vorgestellt und unter der Frage, wie handlungsleitend und praxisrelevant diese Ergebnisse sind, diskutiert. Die dabei gewonnenen Ergebnisse wirken auf methodischer Ebene einleuchtend, können aber für die konkrete Gestaltung einer Denkschulung nur wenig Orientierung bieten. Deshalb wird im zweiten Teil des Beitrages ein theoretisches Prozessmodell von Garrison und Archer (2000) bzw. Garrison und Anderson (2003) zur Förderung von kritischem Denken vorgestellt, das auf den theoretischen Überlegungen des amerikanischen Philosophen und Pädagogen John Dewey fußt (Dewey, 1997). Die Ergebnisse der Metaanalyse werden, um sie für die Praxis leichter übertragbar zu machen, in den theoretischen Rahmen des Prozessmodells eingeordnet. Die so gewonnene Struktur soll zur Planung von Denkschulungen praxisrelevante Impulse geben.

  die_hochschullehre_Themenheft_KDL_Jahn_Förderung_kritischen_Denkens (3,2 MiB, 200 Hits)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...