Archiv von 'März, 2020'

Kommunikation und E-Learning: Bedingungen, Gestaltungsmöglichkeiten und Qualitätssicherung beim Einsatz von Foren in der Hochschullehre

Aufbauend auf pädagogisch-psychologischen Hintergründen zum Lernen durch Kommunikation und aktuellen Forderungen zur Entwicklung von Medienkompetenz wird im Artikel der Einsatz von Foren in der Lehre aus theoretischer und praxisorientierter Perspektive betrachtet. Zunächst werden die Potentiale und Besonderheiten von Foren als asynchrones und schriftliches Kommunikationsformat anhand zentraler lernpsychologischer Theorien und Befunde herausgestellt. Dann werden didaktische Maßnahmen zur Unterstützung einer regelmäßigen Partizipation sowie lernförderlichen transaktiven Kommunikation vorgestellt. Der Fokus wird auf die Rolle von Moderationsprozessen durch Lehrende und Peers sowie auf Möglichkeiten des Einsatzes von Kooperationsskripts als instruktionale Strukturierungshilfe für Argumentations- und Austauschprozesse gelegt. Auf dieser Grundlage werden konkrete didaktische Szenarien und deren Umsetzung im virtuellen Raum abgeleitet und veranschaulicht. Im Anschluss werden Vorschläge gemacht, wie die Wirksamkeit der vorgestellten Maßnahmen anhand von Indikatoren für Partizipation und Lern- und Kompetenzerwerb überprüft und gesichert werden kann. Abschließend werden Implikationen für die praktische Umsetzung und zukünftige Forschungsvorhaben diskutiert.

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Ein Schlüssel zur Förderung mehrsprachiger Kompetenzen im Schulunterricht: Selbsterfahrung in der Lehrkräfteprofessionalisierung

Lange Zeit wurde die hohe Relevanz sprachlicher Kompetenzen für eine erfolgreiche Bildungsbeteiligung in Deutschland übersehen, nun gewinnen diese Aspekte jedoch immer mehr Bedeutung in der Forschung, in der Professionalisierung von Lehrkräften und in der Unterrichtspraxis. Trotz der sprachlichen Vielfalt in den Klassenzimmern sowie der so genannten multilingualen Wende in der Forschung ist die Förderung sprachlicher Kompetenzen im Unterricht noch weitgehend auf die monolinguale Perspektive der Mehrheitssprache Deutsch ausgerichtet. So bleibt ein enormes mehrsprachiges Potenzial unberücksichtigt. Für die Lehrkräfte, die hierbei eine Schlüsselrolle spielen, ist dies vor allem auf die einsprachige Orientierung in der Lehreraus- und -weiterbildung zurückzuführen. Ziel dieses Beitrags ist es, eine Zusammenstellung und Systematisierung von mehrsprachigen Lehransätzen als Gegenstand der universitären Professionalisierung von Lehrkräften vorzunehmen. Dafür werden erprobte Beispiele aus Lehrveranstaltungen der Universität zu Köln verwendet. Insbesondere wird dabei das hochschuldidaktische Kernelement des Selbsterfahrens und des Perspektivwechsels der Lehrkräfte in den Seminaren als Schlüssel für die spätere Umsetzung im eigenen Unterricht herausgearbeitet.

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