Studentische Qualitätsurteile zu Ringvorlesungen. Überlegungen zu Theorie, Modell und Indikatoren.

Evaluationen von Lehrveranstaltungen an Hochschulen sind seit den 1970er Jahren in Deutschland Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen, wobei der Einbezug studentischer Qualitätsurteile im Evaluationsprozess kontroverse Diskussionen erfuhr (Aleamoni, 1994; Gold, 1996; Kromrey, 1994; Marsh, 2007). Insbesondere Heiner Rindermann (1997a, 1997b) konnte deren Bedeutsamkeit für die Hochschulforschung herausarbeiten. Dessen multidimensionales Modell der Lehrqualität (Rindermann, 1999) aufgreifend, verfolgen wir mit diesem Aufsatz zwei Ziele: Erstens soll als Beitrag zur Hochschul- und Evaluationsforschung hinterfragt werden, wie dieses Modell entlang eines bisher unberücksichtigten und dennoch bedeutsamen Veranstaltungstyps mit wechselnden Dozierenden, sog. Ringvorlesungen, genutzt werden kann. Darauf aufbauend stellen wir zweitens das Leipziger Inventar zur Evaluation von Ringvorlesungen (LIER) vor und bewerten dessen Generalisierbarkeit und Validität. Obgleich auf seine Vorläufigkeit und Exemplarität hinzuweisen ist, erhoffen wir uns eine produktive Resonanz im Feld der Lehrevaluation im Hinblick auf die Anwendung, (statistische) Überprüfung und Weiterentwicklung des Inventars.

  diehochschullehre_2019_Herfter_Aust_Ringvorlesungen (333,3 KiB, 48 Hits)

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