Fähigkeitsselbstkonzept und Lernerfolg im ersten Fachsemester Physik

Die Studieneingangsphase in Physik stellt eine Reihe von Herausforderungen fachlicher und überfachlicher Art an die Erstsemester-Studierenden. Dabei müssen motivationale Faktoren als zentrale Prädiktoren für aktive Lehrveranstaltungsteilnahme und Bearbeitung von z. T. herausfordernden Übungsaufgaben in den Blick genommen werden. Das Fähigkeitsselbstkonzept beschreibt in diesem Zusammenhang die Vorstellungen der Studierenden von ihren eigenen Fähigkeiten in Bezug auf verschiedene Aspekte des Studiums. Im Rahmen von je fünf über das erste Semester verteilten Interviews mit insgesamt sechs Proband/innen wurden neben dem Fähigkeitsselbstkonzept mehrere Aspekte des Erlebens der Studieneingangsphase erfragt. Die Ergebnisse wurden in einem, qualitativ-inhaltsanalytischen Verfahren analysiert und werden hier gebündelt dargestellt. Parallel nahmen die Proband/inne zu Beginn und Ende des Semesters an einem Fachwissenstest teil. Insgesamt zeigt sich ein breites Spektrum von Ausprägungen des allgemein-fachbezogenen und aufgabenspezifischen Selbstkonzeptes, die sich im Laufe des Semesters in Reaktion auf gestellte Anforderungen verändert. Dabei gleichen sich das fachbezogene und das auf spezifischere Aufgaben bezogene Fähigkeitsselbstkonzept an. Ein hoch ausgeprägtes Fähigkeitsselbstkonzept geht dabei mit guten Lernerfolgen einher, bei einem geringer ausgeprägten treten differenziertere Effekte auf.

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