Spielst du noch oder lernst du schon? – Spielend lernen in der Vorlesung

In diesem Artikel soll untersucht werden, ob der Einsatz spielerischer Elemente in einer Vorlesung der Wirtschaftsinformatik den Lernprozess der Studierenden positiv beeinflussen kann. In der betrachteten Veranstaltung werden vertiefende mathematische Inhalte des Operations Research vermittelt, die von den Studierenden als sehr abstrakt und anspruchsvoll empfunden werden. Die Spiele sollen dazu dienen, die traditionell eher passiv gehaltene Vorlesung durch aktivierende Methoden aufzulockern und zu unterstützen. Es stellt sich die Frage, ob so die intrinsische Motivation der Studierenden angeregt werden kann, sich mit den komplexen Vorlesungsinhalten zu beschäftigen. Weiterhin soll überprüft werden, ob die Spiele dabei helfen können, den Studierenden zu zeigen, dass es Spaß machen kann, die Vorlesung zu besuchen und sich mit den Inhalten zu befassen. Zudem soll untersucht werden, ob die spielerischen Elemente zusätzlich eine inhaltliche Beschäftigung mit den Fachbegriffen der Vorlesung fördern können. Diese Fragestellungen werden anhand der Spiele „Kofferpacken“, „Wer bin ich?“, „Entwicklung von Tabu-Karten“, „Tabu“ und „Activity“ untersucht. Diese spielerischen Elemente wurden in einigen Vorlesungsterminen und auf den Übungszetteln eingesetzt und inhaltlich auf den behandelten Stoff angepasst. Nach Semesterende wurde der Einsatz der Spiele aus Sicht der Studierenden durch eine Umfrage evaluiert. Die Ergebnisse dieser Umfrage lassen die Vermutung zu, dass die Studierenden den Einsatz der Spiele sowohl als gute Unterstützung bei der Erarbeitung der Lerninhalte empfanden als auch als positive Auflockerung der Vorlesung.

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