Kommunikation und Wissenskonstruktion – Eine quantitative Studie zum Einsatz kommunikationsanregender Methoden in der Vorlesung

Vorlesungen stehen in der hochschuldidaktischen Diskussion in der Kritik, eine vergleichsweise ineffiziente Form der Lehre zu sein. Die vorliegende Studie unternimmt ausgehend von einem sozialkonstruktivistischen Lernverständnis den Versuch, der passiven Rolle der Studierenden mit kommunikationsanregenden Methoden in einer zweisemestrigen Vorlesung zur „Geschichte populärer Musik“ (1./2. Semester B.A. Populäre Musik und Medien) entgegenzuwirken. Es wird angenommen, dass insbesondere Kommunikation unter den Studierenden den Wissenserwerb begünstigt. Acht kommunikationsanregende Lehrmethoden wurden durch einen Fragebogen mit geschlossenen Antwortmöglichkeiten evaluiert. Die Ergebnisse aus 209 Antworten zeigen, dass sich die Lehrmethoden hinsichtlich ihrer Funktion deutlich unterscheiden. Obwohl die Ergebnisse tendenziell nahelegen, dass der Lernerfolg mit einer höheren kommunikativen Beteiligung zunimmt, werden interaktive Aufgaben mit den Sitznachbarn oder in Kleingruppen von den Studierenden nicht positiver als Lehrgespräche im Plenum empfunden. Insgesamt ist der Einsatz von Lehrmethoden in einer Vorlesung eine sinnvolle Ergänzung, der den systematischen Vortrag jedoch nicht ersetzen kann.

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