Anchored Instruction 2020 – von der Instruktion zur Konstruktion: Kontextbezogenes Lernen im Managementstudium

Lehrende an Hochschulen sind zunehmend gefordert, fachliche, theoriebasierte Inhalte mit klar erkennbarem Praxisbezug zu versehen, um die Studierenden bei der Entwicklung beruflich bedeutsamer Kompetenzen zu fördern, die deutlich über ein reines Fach- und Methodenwissen hinausgehen. Hierzu bietet sich in vielen Fachbereichen die Anwendung von Fallstudien oder Rollenspielen an. Im vorliegenden Beitrag wird ein Modul im Management-Studium vorgestellt und kritisch reflektiert, das eine umfangreiche, über zwölf Wochen fortschreitende Großstudie narrativ in einem herausfordernden Praxiskontext verankert. Die bisherigen Erkenntnisse und Erfahrungen werden umfassend evaluiert und analysiert. Konsequenzen und Empfehlungen hinsichtlich einer möglichen Übertragung des multimedial angelegten Konzeptes auf andere Anwendungsfälle schließen sich an.

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Verständnisfördernde Lehr-Lernmethoden in den Fächern Wirtschaftsmathematik und Wirtschaftsstatistik durch Anwendung, Visualisierung und Aktivierung

Die Studie untersucht, inwieweit Anwendungen im Studiengang BWL Bachelor das mathematische Verständnis fördern und Lehr-Lernmethoden dabei unterstützend wirken. Da einem großen Teil der Studienanfängerinnen und Studienanfänger die Kompetenz fehlt, ihre mathematischen Kenntnisse flexibel einzusetzen und insbesondere einen betriebswirtschaftlichen Sachverhalt in die mathematische Sprache umzusetzen, wird die Lehre anwendungsorientiert ausgerichtet. Dabei sollen die Anwendungen nicht nur einem fachspezifischen Zweck dienen, sondern auch durch ökonomische Interpretation und Visualisierung das mathematische Verständnis fördern. Die didaktische Umsetzung erfolgt über die „Lehr-Lernmethode nach Leisen“ (2011), wobei die Studierenden durch Lernaktivierung Problemstellungen selbständig bearbeiten. Die Lehrreflexion basierte auf Feedbackprozessen, in denen die Studierenden zum einen über Selbsteinschätzung die Aufgabenstellungen nach Interesse und Verständnis bewerteten und zum anderen die Lehrmethoden beurteilten. Zudem wurden die Klausurergebnisse zur Analyse herangezogen. Da non-kognitive Faktoren wie intrinsische Motivation die Leistungen beeinflussen, ist begleitend untersucht worden, welche wirtschaftsmathematischen Probleme und Themen die Studierenden interessieren.

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Gestaltungsformen effektiver Zusammenarbeit in längerfristigen studentischen Arbeitsgruppen

Die Zusammenarbeit in längerfristigen studentischen Arbeitsgruppen dient idealerweise dazu, das Lernen des Einzelnen anzuregen und die Kompetenzen selbstregulierten Arbeitens zu fördern. Dysfunktionale Arbeitsgruppen hingegen werden vielmehr als ein Hemmnis für das eigene Lernen erlebt. Basierend auf einem sozial-konstruktivistischen Lehr-Lernverständnis wird in diesem Beitrag der Frage nachgegangen, wie die Zusammenarbeit in studentischen Arbeitsgruppen effektiv instruiert werden kann. Das Design des SoTL-Projekts ist ein begründeter Innovationsbericht. Basierend auf theoretischen Reflexionen wurden drei didaktische Instruktionsinnovationselemente bezüglich der Gestaltung effektiver Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen eingesetzt. Die Wirksamkeit dieser Elemente wurde mit einer Online-Erhebung basierend auf der Messung von Unterschiedsanalysen zwischen einer Projekt- und zwei Vergleichsgruppen geprüft. Die Ergebnisse zeigen für die Dauer und Häufigkeit der Gruppentreffen signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen. Dies trifft zumindest in der Tendenz ebenfalls zu für die Indikatoren Zielorientierung, Zusammenhalt und Verantwortungsübernahme, während hinsichtlich der Arbeitsbewältigung keine Unterschiede sichtbar sind. Bezüglich der Wirksamkeit der Instruktionsinnovationselemente lässt sich ein verhalten positives Fazit ziehen.

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Zum Einfluss des didaktischen Designs auf das (motivationale) Erleben von Lehrveranstaltungen: Eine quantitative Fallstudie im Rahmen der Methodeneinführung in den Bildungswissenschaften

Im Sinne eines Scholarship of Teaching and Learning wird in diesem Aufsatz die Neugestaltung einer eigenständig durchgeführten Lehrveranstaltung im Bereich der Forschungsmethoden empirisch untersucht. Die neugestaltete Lehrveranstaltung integriert sowohl direkt-instruktionale als auch kooperativ-offene Sitzungsformate und wird mit einer thematisch ähnlichen Lehrveranstaltung des Jahres 2012 verglichen, welche fast ausschließlich im Vorlesungsstil (direkt-instruktional) gehalten wurde. Im Mittelpunkt des Evaluationsvorhabens standen folgende Forschungsfragen: (1) Unterscheiden sich die summativen Evaluationen der Lehrveranstaltungen der Jahre 2012 und 2014 in den Variablen subjektiver Lernerfolg, Motivation zur selbstständigen Auseinandersetzung mit den Inhalten sowie Gesamteindruck des Seminars?, (2) Welchen Einfluss hat die Form der Sitzungsgestaltung (direkt-instruktional vs. kooperativ-offen) auf das Erleben von Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit?, (3) Welche Form der Sitzungsgestaltung wird von den Studierenden stärker akzeptiert? und (4) Welchen Einfluss hat die Form der Sitzungsgestaltung auf den subjektiven Lernerfolg der Studierenden? Empirisch zeigte sich, dass die neugestaltete Lehrveranstaltung des Jahres 2014 von den Studierenden in fast allen Variablen als lernwirksamer eingeschätzt wurde. Des Weiteren ergaben sich Hinweise, dass sich kooperativ-offene Sitzungsformate positiv auf motivationale Ausgangsbedingungen auswirken.

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Vorwort zu Lehr- und Lernpraxis im Fokus – Forschungs- und Reflexionsbeiträge aus der Universität Paderborn

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