Wiki-Wonderland? – Eine qualitative Analyse zu Vor- und Nachteilen von Wikis für Lehrende und Studierende

Der folgende Artikel beschäftigt sich mit der Frage nach dem Potential von Wikis im Hochschulunterricht. Mit der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring wird das im Kontext eines kulturwissenschaftlichen Seminars am Institut für Anglistik/Amerikanistik an der Universität Paderborn entstandene Wiki untersucht. Gestützt wird die Analyse des Primärmaterials durch Studierenden-Feedback zum Erstellen des Wikis. Die Wiki-Einträge werden auf inhaltliche, formale, sprachliche und wissenschaftliche Kriterien untersucht und geben Aufschluss über Herangehensweise, Motivation und Einsatz der Studierenden. Die Analyse der Einträge macht deutlich, mit welchen Herausforderungen der Lehrende konfrontiert ist, der Wikis gewinnbringend in den Unterricht integrieren möchte. Daher schließt der Artikel mit einem Katalog aus Fragen, die sich aus der Analyse ergaben und die sowohl als didaktische Orientierung für ein konkret geplantes Wiki-Projekt dienen können, als auch weiterer Erforschung bedürfen.

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LabWrite – das Wiki für einfach bessere Protokolle

Die Universität Bielefeld strebt an, die Schreibkompetenz in den einzelnen Fächern zu stärken. Speziell in den Naturwissenschaften besteht die Notwendigkeit, da häufig die Praktikumsprotokolle die einzige Form darstellen, etwas zu verschriftlichen. Um Studierende und Lehrende in diesem Bereich zu unterstützen, wurde das Wiki LabWrite eingerichtet. Es führt Studierende strukturiert durch die gesamte Praktikumsphase: von der Vorbereitung des Experiments bis zum Schreiben des Protokolls. Anhand didaktischer Methoden können Lehrende LabWrite sinnvoll in das Praktikum integrieren. Zusätzlich beinhaltet das Programm einen flexiblen Bewertungsleitfaden zum effektiven und zeitsparenden Bewerten von Protokollen.

Dieser Beitrag ist Teil des Almanach-Themenheftes „Junge Hochschul- und Mediendidaktik“, hrsg. von Miriam Barnat, Sandra Hofhues, Anne Cornelia Kenneweg, Marianne Merkt, Peter Salden, Diana Urban.

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eLearning-Elemente in der Hochschullehre: Erstellung eines Wikis zu „Sprech-, Sprach- und Kommunikationsstörungen“ im Rahmen einer Vorlesung an der Universität Erfurt

Studierende, die an Vorlesungen teilnehmen, beklagen sich häufig über die mangelnde Beteiligung von Kommilitoninnen und Kommilitonen, die fehlenden Interaktionsmöglichkeiten und die nur selten vertiefte Auseinandersetzung mit den Themen. Dies liegt nicht zuletzt an der „Vorlesung“ selbst, die per definitionem ein „Vorlesen“ von Überblickswissen impliziert und meist einführenden Charakter hat. In der Gestaltung der Veranstaltung „Einführung in pädagogische Fragen bei Sprech-, Sprach- und Kommunikationsstörungen“ wird trotz der strukturellen Vorgabe der Vorlesung versucht, Elemente des eLearning in diesem spezifischen Lernarrangement der Erwachsenenbildung (vgl. Siebert 2006) anzuwenden. Die Kooperative Didaktik (Schönberger 1987; Schönberger et al. 1987) hat bisher in der Bildung von Erwachsenen wenig Anwendung gefunden. Basierend auf der konstruktivistischen Grundannahme, dass Wissen von dem bzw. der Lernenden eigenständig konstruiert wird, und verbunden mit der handlungstheoretischen Grundlegung der kooperativen Didaktik soll ein gemeinsam erstelltes „Lexikon „Sprach-, Sprech- und Kommunikationsstörungen“ entstehen. Dies soll dazu dienen, als exemplarische kooperative Lösung eines gemeinsamen „Problems“ im Ausblick auf die zu erwerbende pädagogischen Professionalität der Studierenden als Behindertenpädagoginnen und –pädagogen über die reine Teilnahme an Präsenzvorlesung und -klausur hinaus die Handlungsrelevanz des Wissenserwerbs zu unterstreichen. Die Nutzung von Informationstechnologien soll hier motivierend dazu beitragen (vgl. Seifert et al. 2010), sich trotz der Anonymität einer Vorlesung kooperativ auch außerhalb der Präsenzveranstaltung zu beteiligen.

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