Universität Frankfurt

Gute Vorbereitung ist alles – ein Konzept für Mathematik-Vorkurse im Studiengang Wirtschaftswissenschaften

Aussichtsreiche Berufsperspektiven und einschlägige Praxisnähe – das sind gute Gründe für ein wirtschaftswissenschaftliches, mathematik-affines Studium. Insbesondere in der Studieneingangsphase ist allerdings eine zunehmende Heterogenität im Vorwissen der Studierenden zu beobachten, welches jedoch als Grundlage in vielen Lehrveranstaltungen im ersten Semester vorausgesetzt wird.

Um diese Heterogenität bereits vor Beginn des Studiums zu adressieren, bieten deutsche Hochschulen, ähnlich wie in den USA und im europäischen Ausland, vermehrt Studieneingangsformate zur Verbesserung ihres Mathematikvorwissens an. Diese betreuungsintensive Begleitung hat eine fundierte Grundlagenausbildung in Mathematik und Statistik zum Ziel, da Wissenslücken in diesen Fächern als hohe Hürde für einen erfolgreichen Verlauf des Studiums angenommen werden.Vor diesem Hintergrund wird ein Konzept zu Mathematik-Vorkursen am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main vorgestellt. Evaluationsergebnisse deuten auf die Relevanz dieser außercurricularen Unterstützungsformate für den eigentlichen Studienerfolg hin. Die Ergebnisse werden im Hinblick auf Limitationen und praktische Implikationen diskutiert.

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Interdisziplinär organisierte Methoden- und Testberatung für Bachelorstudierende: Struktur, Resonanz und Erweiterungsmöglichkeiten

Die zunehmende Zahl von Studierenden droht die Betreuungsrelation bei Abschlussarbeiten deutlich zu verschlechtern. Studierende haben außerdem häufig Defizite im methodischen Grundwissen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde als zusätzliche Unterstützung für Studierende durch das Methodenzentrum Sozialwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main ein individuelles Beratungskonzept für methodische Fragen insbesondere im Rahmen von Abschlussarbeiten implementiert. 

Seit dem Sommersemester 2013 werden Beratungen zu qualitativen und quantitativen Methoden sowie eine Testberatung für Bachelorstudierende der Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Politikwissenschaften, Erziehungswissenschaften, Psychologie und Sportwissenschaften angeboten. Zusammen mit den Beratenden erarbeiten die Studierenden konkrete Ideen zur Umsetzung und Anwendung von Forschungsmethoden und diagnostischen Testverfahren für ihre Bachelorarbeiten.Das Angebot wird gut angenommen. Ergebnisse der Evaluation und zahlreiche Beratungsanfragen von Master- und Lehramtsstudierenden oder von Studierenden anderer Fachbereiche legen nahe, das Beratungsangebot zukünftig auszuweiten. Zudem trägt das Beratungsangebot zu einer Vernetzung verschiedener Fachbereiche bei.

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Allgemein-wissenschaftliche Methodenkompetenzen erfassen und Fehlkonzepte aufdecken: Entwicklung und Anwendung eines Wissenstests in der Psychologie

Mit dem Ziel in der Studieneingangsphase allgemein-wissenschaftliche Methodenkompetenzen Psychologiestudierender effektiv zu fördern, wurde für eine Einführungsveranstaltung ein IRT-basierter Wissenstest entwickelt. Dieses Instrument ermöglicht es, Fehlkonzepte in den Themenbereichen „wissenschaftliches Vortragen“, „wissenschaftliches Schreiben“ und „wissenschaftliches Arbeiten“ zu Lehrveranstaltungsbeginn zu identifizieren und deren Abbau im Lauf der Veranstaltung zu erfassen. Der pilotierte Wissenstest wurde in einer Prä-Post-Erhebung mittels zwei Testversionen bei 63 Psychologiestudierenden eingesetzt. Neben einer Lösung sollte pro Aufgabe auch eine Sicherheitseinschätzung zur Korrektheit der Antwort abgegeben werden. Studierende zeigten in allen Themenbereichen einen signifikanten Fähigkeitsanstieg, was als Indikator für den Abbau von Fehlkonzepten gilt. Ein signifikanter Anstieg der Sicherheit konnte für die Themenbereiche wissenschaftliches Vortragen und wissenschaftliches Schreiben ermittelt werden. Im Sinne einer intendierten Reduktion von Heterogenität in der Studieneingangsphase zeigte sich außerdem, dass Studierende mit jeweils niedrigen Ausgangswerten für die Fähigkeit sowie Sicherheit einen höheren Zuwachs aufwiesen als Studierende mit höheren Ausgangswerten. Implikationen werden für Studierende und Lehrende diskutiert.

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„Beobachtung ist immer eine sehr reiche Quelle [für das] Lernen“ – Einstellungen von Studierenden zum Einsatz von Unterrichtsvideo-grafien zur Förderung der professionellen Wahrnehmung kommunikativer Kompetenzen im Englischunterricht

Der vorliegende Beitrag widmet sich der Integration von Unterrichtsvideografien in die universitäre Ausbildung von angehenden Fremdsprachenlehrpersonen. In diesem Zusammenhang erfolgt die Vorstellung einer Studie, die den Einfluss von Unterrichtsvideografien auf die Einstellungen von Studierenden im Hinblick auf das Medium an sich sowie auf deren professionelle Unterrichtswahrnehmung von kommunikativen Kompetenzen im Englischunterricht untersucht. Die Grundlage der Studie bilden Lerntagebücher der Teilnehmenden, die zu fünf Zeitpunkten während des Sommersemesters 2016 eingesammelt wurden. Deren Auswertung zeigt eine insgesamt positive Einstellung zum Videoeinsatz in der Lehre. Allerdings sollte dieser aufgrund der Komplexität des Mediums entsprechend eingeführt und angeleitet sein. Während die meisten Studierenden in der Lage waren, relevante Ausschnitte aus den Videos zu identifizieren und zu interpretieren (vgl. Stufe 2, Gaudin & Charliès, 2015), konnten nur wenige Teilnehmende Konsequenzen für die in den Videoepisoden gezeigten Handlungen reflektieren sowie alternative Szenarien skizzieren.

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Zwischen den Sprachen. Ein Konzept zur Förderung der fremdsprachlichen Kompetenz von Lehramtsstudierenden im fachdidaktischen Seminar Französisch

Der vorliegende Beitrag widmet sich der Professionalisierung von Französischstudierenden in der Phase der universitären LehrerInnenausbildung. Ausgehend von der berufsqualifizierenden Schlüsselrolle fachdidaktischer Seminare wird ein Lehrkonzept vorgestellt, das auf die Förderung der produktiven Fremdsprachenkompetenz von Studierenden zielt. Die Entwicklung der selbsteingeschätzten Sprachkompetenz wurde dabei semesterbegleitend in einer Studierendenbefragung erhoben. Die Ergebnisse dieser fragebogenbasierten Evaluation zeigen deskriptiv eine positive Entwicklung der produktiven Sprachkompetenz im Seminarverlauf insbesondere in den Bereichen freies Sprechen und Interaktion in der Fremdsprache. Die Ergebnisse plädieren für eine zielsprachenorientierte Seminargestaltung, die auch auf andere Seminarkontexte der Ausbildung von FremdsprachenlehrerInnen übertragen werden kann.

  diehochschullehre_2018_Schaefer_Mordel_Mendzheritskaya_Zwischen_den_Sprachen (286,6 KiB, 767 Hits)

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